18.07.2020 13:37 |

Bluttat in New York

Assistent zerstückelte Millionär wegen 90.000 $

Das Rätsel um den zerstückelten Millionär aus New York ist gelöst: Ein ehemaliger Angestellter soll den Technologie-Unternehmer erstochen und seinen Körper anschließend zerlegt haben. Der 21-jährige Verdächtige hatte offenbar ein finanzielles Motiv: Der Assistent wurde wegen des Diebstahls von 90.000 Dollar (rund 79.000 Euro) vom späteren Opfer Fahim Saleh gefeuert. Dabei hatte ihn der Millionär nicht einmal deswegen angezeigt.

Das brutale Verbrechen an dem fleißigen Selfmade-Millionär sorgte für internationales Entsetzen: Saleh war in seiner Luxuswohnung angegriffen worden. Danach versuchte der Täter, seine Spuren zu beseitigen, packte die abgesägten Körperteile in Plastiksäcke und besorgte auch eine Vielzahl von Putzmitteln. Als er von der Cousine (zuvor wurde berichtet, es sei seine Schwester gewesen) des Ermordeten bei den „Aufräumarbeiten“ gestört wurde, flüchtete er durch den Hinterausgang.

Nur wenige Tage später konnte die Polizei einen Verdächtigen präsentieren. Die Vermutung, dass der Täter im Geschäftsumfeld des Millionärs zu finden ist, bestätigte sich demnach für die Ermittler. Am Freitag wurde Salehs früherer Assistent Tyrese Devon Haspil festgenommen. Der Unternehmer musste offenbar wegen eines Betrags von 90.000 Dollar sterben.

Millionär wollte Dieb Schulden abarbeiten lassen
Diese Summe hatte Haspil entwendet, als er noch bei Saleh beschäftigt war. Der Unternehmer, der von seinem Umfeld als „großzügig“ beschrieben wurde, feuerte den diebischen Angestellten, sah allerdings von einer Anzeige ab. Er bot sogar an, für Haspil einen Weg zu finden, wie er seine Schulden abarbeiten könnte. Dieses Angebot wollte der Verdächtige offensichtlich nicht annehmen. „Er versuchte zu fliehen“, erzählte der Hausverwalter, der gegenüber „The New York Times“ anonym bleiben wollte, über die Festnahme.

Verdächtiger wollte Tat wie jene eines Profikillers aussehen lassen
„Herr Haspil war Herr Salehs leitender Assistent und kümmerte sich um seine Finanzen und persönlichen Angelegenheiten“, erklärte der Chef der Kriminalpolizei, Rodney K. Harrison, während einer kurzen Pressekonferenz am Freitagnachmittag. Einige Ermittler mutmaßten gegenüber der „The New York Times“, dass Haspil vermutlich versucht hatte, den Mord als Tat eines Profikillers aussehen zu lassen, um von seiner eigenen Person abzulenken.

Nach der Tat ging 21-Jähriger Putzmittel einkaufen
Wie ein Überwachungsvideo aus dem Aufzug zeigt, wurde Saleh am Montag angegriffen, kurz nachdem er aus dem Lift ausgestiegen war und seine Wohnung betreten hatte. Der schwarz gekleidete Täter, der auch eine schwarze Maske und Handschuhe trug, verwendete erst einen Taser, um den Millionär außer Gefecht zu setzen, und stach dann mehrmals auf ihn ein. Nach dem Mord fuhr er mit einem Carsharing-Fahrzeug los, um Putzmittel einzukaufen.

Am nächsten Tag kehrte er schließlich zurück, um den Leichnam mit einer elektrischen Säge zu zerteilen und seine Spuren zu beseitigen. Dabei läutete die Cousine an der Tür, um nach Saleh zu sehen - und machte die grausige Entdeckung.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.