17.07.2020 16:18 |

Grundlegendes in F1

Ferrari und McLaren für neuen Concorde-Vertrag

Ferrari und McLaren wollen den neuen Rahmenvertrag, das „Concorde Agreement“, in der Formel 1 demnächst unterschreiben. „Wir sind zufrieden und bereit für die Unterschrift“, sagt der zuletzt heftig in die Kritik geratene Ferrari-Teamchef Mattia Binotto am Freitag. Auch McLaren-Geschäftsführer Zak Brown meinte, sein Team sei „bereit, diese neue Vereinbarung in Kürze zu unterschreiben“.

Ende dieses Jahres läuft der aktuelle Vertrag zwischen den Teams, dem Automobil-Weltverband (FIA) und dem Rechteinhaber Liberty Media aus. Geregelt wird darin Grundsätzliches, wie die Verteilung der Einnahmen, die Entscheidungsstrukturen oder und die Zuständigkeit für das Regelwerk. Seinen Namen verdankt er dem Place de la Concorde (unten im Bild), der noblen Innenstadt-Adresse des Pariser Hauptquartiers des Internationalen Automobilverbandes (FIA). Dort war 1981 die erste Concorde-Vereinbarung zu Papier gebracht worden.

Der neue Vertrag, der ab 2021 und bis inklusive 2025 gelten soll, liegt den Teams seit dem vergangenen Herbst als Entwurf vor. Der US-Medienkonzern Liberty Media, der 2017 in der Formel 1 die Kontrolle von Bernie Ecclestone übernommen hatte, wünscht sich ein ausgeglicheneres Feld und damit spannendere Rennen. Budget-Obergrenzen, gerechtere Einnahmenverteilung und technische Änderungen sollen das sicherstellen.

Noch keine Unterschrift
In den vergangenen Monaten waren die Beratungen darüber aber wegen der Coronakrise in den Hintergrund gerückt. Die von allen notwendige Unterschrift hat noch kein Team geleistet. Positive Signale gibt es aber nicht nur von Ferrari, das seit Jahrzehnte spezielle Vorrechte und Veto-Möglichkeiten in der Formel 1 besitzt, und McLaren.

„Ich glaube, wir sind nicht weit entfernt von etwas, das wir alle unterschreiben können“, meinte auch Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer (oben im Bild) vor dem Großen Preis von Ungarn in Mogyorod. Es gebe aber nach wie vor einige Details, die man klären müsse.

Weitreichende Änderungen auf 2022 verschoben
Die Formel 1 hat unter dem Eindruck der Pandemie bereits eine 145-Millionen-Dollar-Budgetgrenze beschlossen, die ab der nächsten Saison gilt. Weitreichende Regeländerungen wurden dagegen auf 2022 verschoben.

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