10.07.2020 11:00 |

Schwarze Stunden

Das Vermächtnis der unvergessenen Helden

Vor dem Grand Prix der Steiermark erinnert sich die „Kronen Zeitung“ an Formel-1-Tage, die die ganze Welt erschütterten. Drei Fahrer für die Ewigkeit ...

Monza, 1970. Auch bei jenen, die damals noch nicht dem Formel-1-Fieber erlegen oder noch gar nicht auf der Welt waren, stellt sich bei diesen Worten umgehend die Gänsehaut auf. Österreichs PS-Popstar Jochen Rindt rast am 5. September um 15.25 Uhr in der „Parabolica“ von Monza mit dem Lotus bei Tempo 290 geradeaus. Durch den Aufprall wird Rindt die Hauptschlagader am Hals durchtrennt. Und auf einmal wurde es still. Gespenstisch still.

Mit einem Schlag verließ die Formel-1-Ikone, der einzige posthum zum Weltmeister erklärte Grand-Prix-Pilot der Geschichte, die Bühne. Im heutigen „F1 Red Bulletin“ erinnert sich Helmut Marko an seinen Freund aus Kindheitstagen. Die Reporterlegende Heinz Prüller denkt mit Schaudern an den Todestag seines guten Kumpels zurück. „Mir ist saukalt geworden. Als ich die Rennstrecke nach Jochens Unfall verlassen habe, hatte ich nur einen Wunsch: dass ich den Grand Prix verschlafe ...“

Das Schicksal an Bord
Neben dem Grazer Jochen Rindt ereilte noch zwei Österreicher in einem Formel-1-Auto das grausame Schicksal: Der Salzburger Roland Ratzenberger verlor 1994, einen Tag vor dem Senna-Unglück, sein Leben, als sich der Frontflügel am Simtek in Imola gelöst hatte. Im weststeirischen Grand-Prix-Museum von Gerhard Menzinger sind Devotionalien von Ratzenberger, der 1986 das Formel-Ford-Festival in Brands Hatch gewonnen hatte, zu sehen.

Ein weiterer unvergessener Held ist Helmut Koinigg: In Zeltweg war der Wiener 1974 in die Formel 1 eingestiegen, konnte sich aber nicht qualifizieren. In Kanada erreichte er im zweiten Anlauf Platz zehn. Zwei Wochen später beendete am 6. Oktober 1974 in Watkins Glen eine Leitschiene sein Leben.

Kronen Zeitung

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