06.07.2020 21:13 |

Innenminister geht

Macron wechselt mehrere Minister aus

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat nach dem Rücktritt der Regierung seinen Innenminister und seine Umweltministerin ausgetauscht. Neuer Innenminister ist der 37-jährige Gérald Darmanin. Damit muss der enge Macron-Vertraute Christophe Castaner seinen Hut nehmen. Castaner war in der Vergangenheit immer wieder stark kritisiert worden, vor allem während der „Gelbwesten“-Proteste.

Für Umwelt ist künftig die 45-jährige Barbara Pompili zuständig - sie kommt ursprünglich von den Grünen. Mit dem neuen Team will Macron Frankreich aus der Corona-Krise führen - ein deutlicher Kurswechsel bleibt mit dem neuen Kabinett aber aus.

Marcon will „ökologischen Wiederaufbau“
Macron strebt nach der Corona-Krise einen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Wiederaufbau des Landes an. Mit dem Austausch der Umweltministerin hat er einen wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht. Pompili ist mittlerweile Mitglied der Präsidentenpartei.

Viele Minister bleiben im Amt
Der mächtige Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire und die knallharte Verteidigungsministerin Florence Parly können auf ihren Posten bleiben. Jean-Yves Le Drian bleibt Außenminister, Olivier Véran Gesundheitsminister. Damit bleiben auch zentrale Gesichter der Vorgängerregierung im neuen Kabinett.

Die beliebte ehemalige Ministerin unter Nicolas Sarkozy, Roselyne Bachelot, wird neue Kulturministerin. Ihr Vorgänger Franck Riester kümmert sich künftig um den Außenhandel. Justizministerin Nicole Belloubet wird durch den bekannten Strafverteidiger Eric Dupond-Moretti ersetzt, der auch einer der Anwälte von WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist.

Der bisherige Premier Édouard Philippe und die Regierung waren am Freitag geschlossen zurückgetreten. Der Schritt war erwartet worden - er markiert Macrons politischen Neustart nach der Wahlniederlage bei den Kommunalwahlen.

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