Neue Verordnung

Wer in Linz illegal grillt, zahlt nun 218 € Strafe

Jetzt sollte es auch der letzte Unbelehrbare verstehen, dass am einst beschaulichen Donauufer in St. Margarethen nicht mehr gegrillt werden darf. Und wenn nicht, dann spürt er es im Geldbörsel. Denn ab heute, Dienstag, tritt die im Gemeinderat beschlossene ortspolizeiliche Verordnung in Kraft – wer künftig grillt, der zahlt!

Vor mehr als zwei Jahren eskalierte die Situation erstmals richtig, als rund 200 Brutzelenthusiasten das beschauliche Plätzchen am Donauufer in St. Margarethen in einen Balkan-Grill verwandelten – die „Krone“ berichtete. Bis dahin von den Anrainer geduldet, wurde plötzlich deren Situation immer schlimmer. Nahezu jedes sonnige Wochenende waren sie dichten Rauchwolken, offenem Feuer, beißendem Geruch und jeder Menge Autos ausgesetzt. Erst war es nur die ÖVP, die das Grillen dort unterbinden wollte, später fanden die Klagen der Anrainer auch bei den Freiheitlichen ein Ohr. Doch SP-Stadtchef Klaus Luger war immer für eine Art Ermöglichungskultur, wollte Grillzonen für alle Linzer schaffen, die nicht über einen Garten oder eine Terrasse verfügen.

Am Ende verlor auch Fechter die Geduld
Doch nachdem unzählige Maßnahmen für ein vernünftiges Miteinander nicht fruchteten und das zügellose Grillen kein Ende fand, musste sich auch die zuständige SP-Liegenschaftsreferentin Regina Fechter schlussendlich eingestehen, dass es so nicht mehr weitergehen könne. So unterstützte sie letzten Donnerstag auch den FP-Antrag für eine ortspolizeiliche Verordnung am Badeplatz in St. Margarethen, welche ab heute in Kraft tritt. Damit hat man nun eine Handhabe gegen alle, die sich über das geltende Grillverbot hinwegsetzen.  Wer künftig weiterhin unerlaubt sein Grillgut am Donauufer brutzelt, muss mit einer Strafe von 218 Euro rechnen. Das dürfte nun wohl auch die letzten abschrecken.

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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Montag, 10. August 2020
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