01.07.2020 05:59 |

Von wegen Shitstorm

100.000 Dollar Trinkgeld für Starbucks-Mitarbeiter

Das hat sich eine Starbucks-Kundin wohl anders vorgestellt: Weil ein Mitarbeiter sie fragte, ob sie eine Schutzmaske habe, wollte sie im Internet einen Shitstorm gegen den Mann anzetteln. Der Schuss ging nach hinten los und brachte dem Barista 100.000 Dollar Trinkgeld.

„Das hier ist Lenin von Starbucks, der sich weigerte, mich zu bedienen, weil ich keine Maske trage“, schrieb Amber Lynn Gilles zu einem Foto von Lenin Gutierrez auf Facebook. Dann drohte sie auch noch: „Nächstes Mal werde ich auf die Polizei warten und eine medizinische Ausnahmebescheinigung mitbringen.“

Kundin stürmte wütend aus Filiale
Dabei hatte der 24-jährige Gutierrez die Kundin, die in der vergangenen Woche ohne Mund-Nasen-Schutz die Starbucks-Filiale betreten hatte, nur gefragt, ob sie eine Maske habe. Wie der Barista erzählte, sei Amber Gilles daraufhin wütend und schimpfend aus dem Laden gestürmt. Später habe er dann das Foto von sich gesehen, das die Kundin mitsamt einem aggressiven Kommentar auf Facebook veröffentlicht hatte. Nur ging der Schuss nach hinten los: Statt Zustimmung für ihre Beschwerde erntete Gilles nämlich Spott für ihren Social-Media-Ausbruch.

Sammelaktion „Trinkgeld für Lenin“
Viele User solidarisierten sich mit dem Starbucks-Mitarbeiter und starteten im Internet eine Sammelaktion mit dem Titel „Trinkgeld für Lenin, der sich gegenüber einer Tussi aus San Diego behauptet hat“. Das eigentliche Ziel der Kampagne waren 1000 US-Dollar, doch mittlerweile sind schon fast 100.000 Dollar zusammengekommen. Der Barista ist überwältigt. Mit dem Geld will er sich eine Tanzausbildung finanzieren und für einige wohltätige Organisationen in San Diego spenden.

Kronen Zeitung

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