29.06.2020 11:29 |

Antrag von Demokraten

John-Wayne-Flughafen soll umbenannt werden

In der Debatte rund um Rassismus und Polizeigewalt in den USA ist nun ein nach einer Western-Legende benannter Flughafen ins Visier von US-Demokraten geraten: Sie fordern, den John-Wayne-Airport in Kalifornien umzubenennen - denn der 1979 verstorbene Hollywoodstar hatte in Interviews betont, er glaube an die Überlegenheit der Weißen („white supremacy“).

Wie der Nachrichtensender CNN am Montag berichtete, habe Wayne zudem gesagt, dass Schwarze noch der Erziehung bedürfen. Die Demokraten im Bezirk Orange County stellten deshalb den Antrag, dem Flughafen einen anderen Namen zu verpassen. Nun muss die Regierung des Verwaltungsbezirks darüber entscheiden.

Waynes Sohn: „Zitate aus Zusammenhang gerissen“
Oscar-Preisträger John Wayne („Der Marshall“) personifizierte als Schauspieler die traditionellen Wertvorstellungen der US-Pionierzeit und war für seine konservativen politischen Positionen bekannt. Orange County gab dem schon 1923 eröffneten Flughafen gleich nach dem Tod Waynes den Namen des Schauspielers. 1982 wurde auch eine 2,70 Meter hohe Statue John Waynes errichtet. Dessen Sohn Ethan Wayne hatte CNN zufolge im vorigen Jahr gesagt, die Zitate seines Vaters seien aus dem Kontext gerissen.

Mississippi trennt sich von Südstaaten-Flagge
Nach der Tötung des Afroamerikaners Georg Floyd durch einen weißen Polizisten kommt es in den USA immer wieder zu Demonstrationen. In Seattle wurde ein ganzer Stadtteil friedlich besetzt, ehe es zu blutigen Auseinandersetzungen kam. Auch in anderen Ländern, wie Österreich, Deutschland, Frankreich oder Großbritannien wurde gegen Rassismus protestiert. Mississippi trennt sich nun sogar von seiner umstrittenen Flagge, die an die Konföderierten und damit auch Sklavenhaltung im amerikanischen Süden erinnerte.

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