Sazka übernahm Anteile

Casinos Austria sind nun mehrheitlich tschechisch

Wirtschaft
26.06.2020 17:20

Die Casinos Austria sind nun mehrheitlich in tschechischer Hand. Der Glücksspielriese Novomatic gab seinen Anteil von 17,19 Prozent nicht zuletzt wegen der Affäre rund um mutmaßlichen Postenschacher ab, die tschechische Sazka Group hält nun 55,48 Prozent an dem teilstaatlichen Unternehmen.

APA-Informationen zufolge ist der Anteil, den Sazka nun von Novomatic übernommen hat, gut 100 Millionen Euro schwer. Offiziell gibt es keine Angaben zum Kaufpreis. Sazka gab am Freitag bekannt, „dass alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen und das Unternehmen berechtigt ist, den ursprünglich von Novomatic AG gehaltenen zusätzlichen Anteil von 17,19 Prozent an Casinos Austria zu erwerben“.

(Bild: APA/Robert Jäger)

Jobabbau bei den Casinos
Erst kürzlich war bekannt geworden, dass bei den Casinos mehr als ein Viertel aller Jobs abgebaut werden könnten. Dem Aufsichtsrat werden Details des sogenannten ReFIT-Sanierungsprogramms am 8. Juli in einer Sondersitzung präsentiert. Außerdem wurden in der Aufsichtsratssitzung am Freitag vier Personen neu ins Gremium gewählt, teilte Sazka mit. Aufsichtsratschef ist Walter Rothensteiner, der erst am Donnerstag als Auskunftsperson im Ibiza-U-Ausschuss geladen war, in dem es auch um die Aufklärung von Postenschacher-Vorwürfen geht.

Man erkenne die Casinos Austria AG (Casag) „als traditionelle österreichische Marke mit ihrem starken Bekenntnis zu den österreichischen Werten und dem österreichischen Erbe an“, hieß es von den Tschechen weiters. Sazka-Chef Robert Chvatal versprach, „maximale Anstrengungen für die Weiterentwicklung des Unternehmens und Produktinnovationen zu unternehmen".

Sazka-Chef Robert Chvatal (Bild: SAZKA Group)
Sazka-Chef Robert Chvatal

Die Republik Österreich, die über die Staatsholding ÖBAG 33,24 Prozent der Casag hält, wollte die Novomatic-Anteile nicht übernehmen, so konnte die Sazka-Gruppe ihr Ziel verwirklichen und die Novomatic-Anteile schlucken. Der Rest sind kleinere Aktionäre. Sazka hielt schon vor der Anteilsübernahme mit 38,29 Prozent den größten Anteil.

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