So, 23. September 2018

Neue Basis

24.08.2010 13:34

Die Flugrettung in Vorarlberg ist langfristig gesichert

Die Vorarlberger Bergrettung und der ÖAMTC werden im Bereich Flugrettung künftig auf neuer rechtlicher Basis zusammenarbeiten. Nach viermonatigen Verhandlungen verkündeten Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Sicherheits-Landesrat Erich Schwärzler, ÖAMTC-Präsident Werner Kraus und Bergrettungs-Landesleiter Gebhard Barbisch am Dienstag die Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung. Der Vertrag gelte unbefristet, hieß es.

Der ÖAMTC hatte seinen Vertrag mit dem Bund über Flugrettung zum Jahresende 2010 gekündigt. Vorarlberg beteiligte sich in der Folge nicht an der Ausschreibung des Bundes und fasste eine direkte Vereinbarung zwischen Bergrettung und ÖAMTC ins Auge. Die Partner arbeiten in Vorarlberg seit 2001 eng zusammen. Der Notarzthubschrauber Christophorus 8 hat seinen Stützpunkt in Nenzing (Bezirk Bludenz).

Partnerschaft hat sich im Ländle bewährt
Die vorliegende "Vorarlberger Lösung" sei "sehr erfreulich", so Sausgruber. Man habe beim Hochwasser im August 2005 gesehen, wie wichtig funktionierende, flächendeckende Strukturen im Katastrophenfall seien. Die Partnerschaft habe sich bisher "sehr gut bewährt" und werde nun fortgesetzt. In den neuen Vertrag seien die Erfahrungen der bisherigen Zusammenarbeit miteingeflossen, sagte dazu Schwärzler. An der Kooperation mit privaten Anbietern, die im Winter das erhöhte Einsatzaufkommen bewältigen helfen, ändere sich nichts.

Für Patienten bleibt alles beim Alten
ÖAMTC-Präsident Kraus erklärte die Flugrettung in Vorarlberg für "langfristig abgesichert". Seit der Übernahme des Stützpunkts durch den ÖAMTC seien mehr als 7.500 Einsätze geleistet worden. Man freue sich über die eindeutige, rechtliche Basis und sehe die Einigung als Auftrag. Laut Bergretter Barbisch kommt es für Einheimische und Gäste durch die Neuregelung zu keiner Veränderung. Der Christophorus-Verein werde wie bisher über die Sozialversicherungen und die Geretteten entschädigt, damit sei eine kostendeckende Flugrettung möglich. Durch die Koordination durch die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle seien Fehlalarme und damit die Belastungen geringer als anderswo.

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