03.06.2020 16:58 |

Nur mündlich getadelt

Brutaler Cop erhielt vor Floyds Tod 18 Beschwerden

Der Tod von George Floyd, der während eines Polizeieinsatzes von einem Beamten erstickt worden war, erschüttert die ganze Welt. Nun werden immer mehr Details über jenen Polizisten bekannt, der mehrere Minuten lang auf dem Hals des schwarzen Mannes kniete. Gegen den 44-jährigen Cop Derek Chauvin waren in der Vergangenheit 18 Beschwerden eingereicht worden, weil sich dieser im Dienst gewalttätig verhalten haben soll. Er und sein späteres Opfer könnten sich außerdem schon vor dem tödlichen Zwischenfall gekannt haben, weil sie in demselben Lokal gearbeitet hatten.

Fast neun Minuten kniete der Polizist auf Floyds Hals - auch als der Festgenommene stöhnt, dass er nicht atmen könne, reagierte der Polizist nicht. Der Vorfall, der von einem Teenager mitgefilmt wurde, sorgte für Empörung und Proteste gegen Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA.

Cop erhielt nach Beschwerden nur mündliche Verweise
Dabei ist der Polizist, der sich nun wegen Totschlags und Mordes dritten Grades verantworten muss, schon in der Vergangenheit auffällig geworden. Insgesamt 18 Beschwerden wurden gegen Derek Chauvin eingereicht, wie die gemeinnützige Organisation Communities Against Police Brutality aufdeckte. Der Polizist erhielt allerdings nur mündliche Verweise, in denen er wegen „erniedrigenden Tons“ und „abfälliger Sprache“ getadelt wurde.

Zudem wurde bekannt, dass Chauvin und Floyd gemeinsam in einem Nachtclub im Sicherheitsdienst arbeiteten. Die frühere Clubbesitzerin Maya Santamaria bestätigte das gegenüber dem TV-Sender CNN, konnte aber nicht sagen, ob sich die beiden auch kannten. „Ihre Wege könnten sich gekreuzt haben“, gab die Frau an. Sie zeigte sich geschockt über das Verhalten ihres ehemaligen Angestellten, der so unmenschlich reagiert habe.

Ehefrau will Scheidung und anderen Nachnamen
Ähnlich geht es wohl auch Chauvins Ehefrau Kellie - sie reichte nach dem Vorfall die Scheidung ein. Sie wolle auch nicht mehr seinen Nachnamen tragen, berichteten US-Medien. Über ihre Anwaltskanzlei richtete sie Floyds Familie und den Angehörigen ihr Beileid aus.

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