24.05.2020 14:34 |

„Schläfchen im Dreck“

Nachruf auf Onkel Bunky wird zum Hit auf Twitter

„Randall Jacobs aus Phoenix starb im Alter von 65 Jahren, nachdem er ein Leben geführt hatte, das einen geringeren Mann Jahrzehnte zuvor ins Grab gebracht hätte. Seine Freunde nannten ihn RJ, aber für seine Familie war er Onkel Bunky, a.k.a. The Bunkster. Er erzählte am 4. Mai 2020 seinen letzten Witz, der hier nicht gedruckt werden kann.“

Als Randall Jacobs nach einem recht umtriebigen Leben vor einigen Wochen im US-Bundesstaat Arizona starb, rechnete wohl niemand damit, dass er posthum zum Hit im Internet werden würde. Doch genau das ist passiert, nachdem jemand den amüsanten Nachruf, den sein Neffe in der Zeitung „Arizona Republic“ veröffentlichen ließ, abfotografierte und auf Twitter stellte, wo der Text in kürzester Zeit fast 200.000 Mal geliked wurde.

Als einen begnadeten Herumtreiber beschreibt Chris Santa Maria in seinem Nachruf seinen Onkel Bunky. Der habe ihn einmal in einer solchen Schrottkarre von der Volksschule abgeholt, dass die anderen Kinder den Lehrer gebeten hatten, aufzupassen, dass das keine Entführung ist.

„Tut, was Bunky sagt, nicht, was Bunky tut“
Onkel Bunky sei ein lebendes „Lass dich hängen“-Schild gewesen. Er habe Obszönitäten und raue Witze von sich gegeben, die man ansonsten nur in den „Tauchclubs von Arizona, auf den Skihängen in Colorado und den zwielichtigen Spelunken hört, in denen er Tag und Nacht verbracht hat“. Seine Neffen habe er „Schmutzfänger“ und „Stylemaster“ genannt. Sein Rat an sie sei immer gewesen: „Tut, was Bunky sagt, nicht, was Bunky tut.“

Gericht oder Weltklasse-Hangover
Eine Nacht mit dem alten Haudegen konnte vor Gericht oder mit einem Weltklasse-Hangover enden. Freunde und Familie hätten trotzdem immer alles fallen lassen, um mit ihm um die Häuser zu ziehen. „Er hat mich zu meinem ersten Nascar-Rennen mitgenommen“, schreibt Santa Maria auf Twitter. Dort seien sie in ein Promo-Zelt geschlichen und hätten die Biere in sich reingeschossen, bis sie rausgeworfen wurden. 

„Bereit fürs Schläfchen im Dreck“
Als das Ende nahte, habe Onkel Bunky ihnen noch gesagt: „Ich bin bereit fürs Schläfchen im Dreck, aber du kannst die Party nicht verlassen, wenn du die Tür nicht findest.“ 

Leider hat er die Tür dann doch gefunden. „Aber die Party wird ohne ihn nie dieselbe sein.“ Am Ende bittet der Neffe die Trauergemeinde: „Anstelle von Blumen zahlen Sie bitte jemandem die offene Rechnung an der Bar und rauchen Sie einen Joint ...“

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