Plan zur Öffnung:

Corona-Schnelltest für Theater-Mitarbeiter geplant

Das Landestheater steckt mitten in den Vorbereitungen für einen Corona-sicheren Neustart. Ab Mitte Juni wird es Vorstellungen geben, für den Herbst wird man beim Bund ein Sicherheitskonzept einreichen, das auch die freiwillige Registrierung von Besuchern vorsieht. Auch Schnelltests für Mitarbeiter sind in Vorbereitung.

„Wir erwägen Schnelltests für unsere Mitarbeiter, ähnlich wie beim Fußball. Dazu sind wir in Kontakt mit dem Betriebsrat und einem Labor, das für die Tests extra zu uns ins Haus kommen würde“, muss sich Landestheater-Intendant Hermann Schneider derzeit mit nie geahnten Themenfeldern beschäftigen. Gestern, Montag, haben auch die ersten Einzelproben im Musiktheater begonnen, mit weit mehr als Babyelefanten-Abstand etwa zwischen Kapellmeisterin Jinie Ka und Sängerin Katherine Lerner beim Besuch der „Krone“. In den Werkstätten bezogen inzwischen einzelne Mitarbeiter Sitzpolster aus dem Zuschauerraum neu. Der erste Schritt Richtung neue Normalität ist getan.

Die Lockerungen im Kulturbereich sollen ab Mitte Juni auch wieder Vorstellungen mit maximal 100 Zusehern ermöglichen. Angedacht sind Liederabende und Monologe. Diese Veranstaltungen will man als Testlauf für den Herbst nutzen, da muss ein vom Bund gefordertes Sicherheitskonzept stehen: „Es wird einen Einlass wie beim Boarding am Flughafen geben - sowie eine freiwillige Registrierung der Besucher“, erklärt Schneider. Aus jetziger Sicht seien mit den Sicherheitsabständen 30 Prozent Auslastung im Großen Saal des Linzers Musiktheaters möglich, kleinere Produktionen sollen ebenfalls dort gespielt werden, um ihnen mehr Publikum zu ermöglichen. Auch sollen die Stücke vermehrt ohne Pause durchgespielt werden.

In der ersten Junihälfte will Schneider den neuen Spielplan veröffentlichen, der x-mal umgebaut wurde. Mittlerweile hat er für jede Produktion eine „Corona-Version“, also entweder eine abgespeckte Variante oder ein gänzlich anderes, leichter durchführbares Stück. Acht Produktionen mussten in die übernächste Spielzeit geschoben werden, weil sie schwer zu realisierende Kampf- oder Massenszenen vorsehen. Alles, damit überhaupt gespielt werden kann: „Wir wollen für unser Publikum da sein.“

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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Mittwoch, 03. Juni 2020
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