14.05.2020 05:30 |

Krone-Lokalaugenschein

Das sagen Kärntens Wirte vor der Wiedereröffnung

 Vor der Gastronomie-Öffnung in Kärnten // Wirte rüsten sich für erwarteten Andrang // Gäste freuen sich auf Speisen und Getränke // Hohe Einbußen durch die Lokalsperren

Geburten, Hochzeiten, Jubiläen und nicht zuletzt Begräbnisse - alle diese wichtigen Stationen im Leben werden in unseren heimischen Gasthäusern gefeiert. Nach wochenlangen Sperren gibt es endlich Grund zur Freude: Am Freitag öffnen die heimischen Wirte wieder ihre Türen! Das Feierabendbier mit Kollegen ist also gesichert, und auch gemütliche Abendessen mit Freunden sind wieder erlaubt.

Zur Freude mischt sich bei einigen Wirten auch Skepsis: „Höherer Aufwand, nur halb so viel Platz, weniger Umsatz.“ Viele stellen auch die Betriebskosten sowie 13. und 14. Gehalt vor große Herausforderungen.

Wie die Vorbereitungen auf die große Wiedereröffnung in Kärnten laufen, haben wir bei Betreibern von Restaurants und Cafés im ganzen Land nachgefragt.

„Der Linder“ in Afritz
Zwar wird die Speisekarte kleiner sein und die Familie wird allein und ohne Mitarbeiter den Laden schmeißen, die Abstände werden aber passen. Mit dem Zollstock hat Roman Linder alles abgemessen, die Hygienevorgaben geprüft, die Öffnungszeiten angepasst. Und die wichtige Sommersaison? „Da bin ich skeptisch. Ich glaube nicht an Unmengen von Buchungen.“

Felsenkeller in Klagenfurt
Die Vorbereitungen auf die Lokalöffnung am 18. Mai sind voll angelaufen. „Kurven-Wirt“ Franz Sattmann setzt dabei auf Hausspezialitäten wie Backhendl, Gegrilltes, ein großes Bier-Sortiment: „Es war eine harte Zeit. Montag starten wir in ein neues Abenteuer.“

Urbaniwirt am Ossiacher See
Dank fünf Räumen können die Abstände eingehalten werden: „Eigentlich haben wir im Haus für 200 Gäste Platz, im Garten für 160“, sagt Inhaberin Elfriede Nindler. Wichtig sind regionale Produkte, auch das Fleisch kommt künftig nur noch aus Kärntner Tierhaltung.

Altes Brauhaus Breznik in Bleiburg
Zwischen den Tischen stehen jetzt Glaswände, und wer Essen will, braucht keine Karte mehr. „An unseren Tischen sind Aufkleber mit QR-Codes . Wer diese scannt, hat die Bier-, Wein- und Getränke- sowie Speisekarte am Handy“, sagt Chef Stefan Breznik.

Badido in Bad St. Leonhard
Chef Dieter Dohr steht selbst in der Küche, 14 der 17 Mitarbeiter sind derzeit in Kurzarbeit. Bei nur halb so viel Plätzen wie üblich können noch 36 Gäste bedient werden, auch die Speisekarte musste massiv reduziert werden. Dohr: „Es gibt keinen Meeresfisch mehr, wir bieten nur noch regionale Kost an.“

Jedermann in Villach
„61 Tage ohne Einkommen von heute auf morgen, das hat uns ziemlich gefordert“, stöhnen Petra und Christian Prasser. Zwar erfordert die Reduzierung von 120 auf 47 Sitzplätze eine ausgeklügelte Logistik, doch die Betreiber freuen sich, endlich wieder aufsperren zu können.

„The Renegade“ in Spittal
Im beliebten Burgerlokal ist man auf Tischreservierungen gespannt. „Für dieses Wochenende haben wir Gott sei Dank schon Anfragen“, so die Geschäftsführer Waltraud Mellitzer und Christopher Scheiber. Ohne Hilfefonds hätte man es nicht durch die Krise geschafft.

Kimeswenger, Leitner, Fischer, Tragner, Schager, Aschbacher, Steiner

 Kärntner Krone
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