05.05.2020 08:45 |

Auch für Hirten offen

Endlich Lösung für Grenzproblem mit Kühen in Sicht

Österreich und Italien arbeiten aktuell eifrig an einer rechtlichen Lösung für jene Almbauern, deren Kühe auch jenseits der Grenze in Italien oder Slowenien weiden. Denn wegen der Grenzschließung durch die Corona-Krise dürfen die Nutztiere zwar die grüne Grenze überqueren, die Landwirte und Almhirten jedoch nicht.

Mehrere Gailtaler Almbauern haben bei der „Krone“ Alarm geschlagen, weil sie befürchten, ihre Tiere nicht betreuen zu können. Denn die Weideflächen der Göriacher, Achomitzer, Feistritzer, Poludnig, Egger, Treßdorfer sowie der Klein Kordin Alm liegen zum Teil auf italienischem Gebiet.

Juristen waren zuerst der Meinung, dass einfache Passierscheine ausreichen würden, um etwa zu einer kalbenden Kuh zu gelangen. Doch so leicht war es dann rechtlich doch nicht. Aktuell wird deshalb an einer eigenen Verordnung gearbeitet.

Kühe dürfen nach Italien, Bauern nicht?
„Wir mussten in Kärnten bis Montag sämtliche alpinen Grenzübergänge zu Italien und Slowenien melden, die für die Landwirtschaft benötigt werden“, so ein Polizist: „Zu Slowenien sind es etwa das Dreiländereck und die Blekowa-Alm sowie die Petzen.“ Der Grenzübertritt darf dabei nur zwischen den definierten Grenzsteinen erfolgen und gilt auch nur für einen eingeschränkten Personenkreis. Die Agrarbehörden haben dafür die Namen der Hirten und Vertreter der Almbauern bekannt geben.

Noch diese Woche soll die neue Verordnung in Kraft treten, denn die Almbauern müssen jetzt mit den Vorarbeiten für den kommenden Almsommer beginnen.

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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