04.05.2020 19:01 |

Bilanz von „Phase 1“

424.000 Italiener verstießen gegen Quarantäne

Das von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffene Italien musste strenge Ausgangssperren verhängen, um die Situation in den Griff zu bekommen. Doch nicht alle Bürger nahmen diese ernst, wie eine erste Bilanz der Regierung offenbart: In der „Phase 1“ des Notstands haben demnach 424.000 Italiener gegen die Quarantäne-Auflagen verstoßen.

Die „Phase 1“ des Ausnahmezustands begann am 11. März, als die Infektionszahlen in Italien dramatisch in die Höhe schnellten. Die Ausgangssperren wurden mittlerweile wieder gelockert. In dieser ersten Phase führten die Behörden strenge Überprüfungen durch: 12,3 Millionen Personen wurden kontrolliert. Davon erhielten 424.000 Menschen Anzeigen. Das entspricht 3,4 Prozent der Kontrollierten.

1421 Geschäfte mussten wegen Verstößen schließen
Strengen Kontrollen wurden auch 4,8 Millionen Geschäfte und Betriebe unterzogen, 1421 davon wurden wegen verschiedener Verstöße geschlossen. 8260 Betriebsinhaber und Kaufleute erhielten Strafen, teilte das Innenministerium in Rom am Montag mit.

Italien nun auf dem Weg zurück in Normalität
In Italien begann am Montag die „Phase 2“ mit einer Lockerung der seit zwei Monaten geltenden strengen Ausgangssperre. Damit unternimmt das Land einen wichtigen Schritt zurück in die Normalität. Die Menschen haben ein wenig mehr Bewegungsfreiheit, doch die Ausgangsregeln sind teilweise unklar und sorgten für Verwirrung. Befürchtete chaotische Zustände vor allem im Nahverkehr blieben aber aus.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).