04.05.2020 13:06 |

Insolvenzen drohen

Deutsche Reisebranche verliert 11 Mrd. Euro Umsatz

Die deutsche Reisebranche verliert nach der verlängerten Reisewarnung fast elf Milliarden Euro Umsatz. Dies seien die Einbußen bis Ende Juni, teilte der Verband Deutsche Reiseverband (DRV) am Montag mit. „Hinzu kommen die enormen Belastungen für die Branche durch die Rückabwicklung gebuchter Reisen“, sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig.

„Die existenzbedrohende Situation in der Reisewirtschaft wird immer dramatischer.“ Das Geschäft der Reisebüros und Reiseveranstalter sei „durch staatliche Anordnung fast vollständig zum Erliegen gekommen“ und Besserung nicht in Sicht. Am Freitag wurde außerdem bekannt, dass der deutsche Staat einen Einstieg bei der schwer angeschlagenen Lufthansa plant. Derzeit wird über Hilfen im Gesamtausmaß von zehn Milliarden Euro verhandelt.

Zwei Drittel stehen vor der Insolvenz
Fiebig plädierte erneut für ein Soforthilfeprogramm. „Denn zwei von drei Unternehmen sehen sich bereits unmittelbar von einer Insolvenz bedroht.“ Jetzt müsse die Politik rasch handeln und zielgenaue Hilfsprogramme auflegen - mit nicht rückzahlbaren Beihilfen für das weggebrochene Geschäft. „Der Branche geht ansonsten ganz schnell die Luft aus.“

Weltweite Reisewarnung bis Mitte Juni verlängert
Die deutsche Regierung hatte vorige Woche ihre weltweite Reisewarnung wegen der Coronavirus-Pandemie von Anfang Mai bis 14. Juni verlängert. In regulären Jahren gehen zwei Drittel der mehr als 70 Millionen Reisen der Deutschen in andere Länder. Deshalb stehen in diesem Jahr Betreiber von deutschen Campingplätzen, Hoteliers, Gastwirte, Vermieter von Ferienhäusern und Reiseveranstalter in den Startlöchern. Sie warten auf grünes Licht für die Sommerreisezeit.

Schrittweises Anlaufen des Tourismus geplant
Erste Attraktionen wie Museen, Zoos und Ausstellungen dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Einige Ministerpräsidenten haben zudem einen Drei-Stufen-Plan für ein allmähliches Anlaufen von Tourismus, Gastronomie und Hotellerie in Deutschland vorgelegt. Der Deutsche Tourismusverband rechnet mit einer schrittweisen Lockerung, von der zunächst Ferienhäuser und andere Unterkünfte zur Selbstversorgung profitieren dürften. Auch Urlaub auf dem Bauernhof dürfte dazu zählen.

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