Durch langes Beten

JA Asten: Insasse zog sich eitrige Zehe selbst zu

Keine Rede von Verwahrlosung. Der Insasse der Justizanstalt Asten leide an einem Panaritium, Nagelgeschwür, und habe sich dieses durch langes Beten und Hygienemangel selbst zugezogen. Salopp zusammengefasst lautet so die Antwort von Justizministerin Alma Zadic auf eine parlamentarische Anfrage der FPÖ.

„Krone“-Leser kennen die Leidensgeschichte des 22-jährigen Insassen der forensischen Sonderanstalt Asten: Bei einer Untersuchung im Linzer Neuromed Campus wurde eine böse eitrige Wunde an seiner Zehe festgestellt. Von Vernachlässigung war die Rede, bei der Staatsanwaltschaft Steyr wurde Anzeige erstattet, und die FPÖ stellte eine Anfrage an Justizministerin Alma Zadic.

Aufwendige medizinische Versorgung
So antwortete diese: Es konnte keinerlei Nekrose (verfaulende Zehen) festgestellt werden. „Daher kann davon ausgegangen werden, dass die Wunde des Patienten trotz aufwendiger medizinischer Versorgung aufgrund seines Verhaltens (ungünstige Körperhaltung beim Beten in Verbindung mit einem Hygienemangel, sowie einer daraus resultierenden Muskelschwäche) nicht zur Abheilung gebracht werden konnte.“

Drei weitere Anfragen
Die FPÖ-Anfrage war die dritte an das Justizressort, die erste an Zadic. Allerdings auch nicht die letzte für die grüne Ministerin, die in der Beantwortung eine Reform des Maßnahmenvollzuges ankündigte. Drei weitere Anfragen wurden am Dienstag eingebracht. Sie betreffen auch das Mentoring für den interimistischen Leiter.

Claudia Tröster
Claudia Tröster
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Sonntag, 28. Februar 2021
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