27.04.2020 18:23 |

2019 in Somalia

US-Militär räumt Tötung von zwei Zivilisten ein

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff gegen die Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia im vergangenen Jahr zwei Zivilisten getötet. Bei dem Angriff im Februar 2019 in der Nähe von Kunyo Barrow im Süden des Landes seien zudem drei Zivilisten verletzt worden, teilte das Afrika-Kommando des Militärs (Africom) am Montag mit.

„Wir haben den höchsten Respekt für unsere somalischen Freunde, und uns tut es zutiefst leid, dass dies passiert ist“, teilte Africom-Chef Stephen Townsend mit. Bei dem Vorfall wurden demnach auch zwei Al-Shabaab-Kämpfer getötet. Auch das Coronavirus breitet sich in einem der ärmsten Länder der Welt immer stärker aus. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität gibt es in Somalia derzeit 480 Corona-Infektionen und 26 Tote, die an Covid-19 verstorben sind.

Amnesty International begrüßt Mitteilung des US-Militärs
Die USA unterstützen seit Jahren die somalische Regierung im Kampf gegen Al-Shabaab und fliegen immer wieder Luftangriffe gegen die Terrorgruppe in dem Land am Horn von Afrika. Amnesty International begrüßte die Mitteilung des US-Militärs, forderte allerdings weitere Untersuchungen von Luftangriffen auch vor Februar 2019. Laut der Organisation wurden bei neun US-Luftangriffen seit 2017 mindestens 21 Zivilisten getötet und 11 verletzt.

Al-Shabaab kämpft seit Jahren um die Vorherrschaft in Somalia. Die sunnitischen Fundamentalisten mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida kontrollieren weite Teile im Süden und Zentrum des Landes und verüben immer wieder Anschläge.

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