Lockerung ab 4. Mai

Italien: „Können Lockdown nicht verlängern“

Ausland
26.04.2020 09:32

Italien plant, ab dem 4. Mai die Ausgangssperre aufzulockern. So sollen mehrere Betriebe ihre Tätigkeit wiederaufnehmen, mehr Bewegungsfreiheit soll garantiert werden. „Wir können den Lockdown nicht weiter verlängern. Uns drohen ansonsten zu gravierende soziale und wirtschaftliche Schäden“, so Permier Giuseppe Conte. Schulen sollen aber erst im September wieder öffnen.

„Wir sind noch nicht in der Lage, volle Bewegungsfreiheit wiederherzustellen, aber wir prüfen eine Auflockerung der aktuellen strengen Maßnahmen. Wir werden jedoch mehr Mobilität garantieren, dabei zugleich Maßnahmen zur Vorbeugung und Eingrenzung der Epidemie ergreifen“, sagte Conte im Interview mit der Tageszeitung „La Repubblica“.

Italiens Premier Giuseppe Conte informierte über seine Rücktrittspläne. (Bild: AFP)
Italiens Premier Giuseppe Conte informierte über seine Rücktrittspläne.

Zu den Wirtschaftssektoren, die ab dem 4. Mai wieder ihre Produktion aufnehmen können, zählen die Bau-, die Textil- und Modeindustrie. Conte will Anfang nächster Woche die Auflockerung der Maßnahmen offiziell ankündigen.

Schulen sollen erst im September wieder öffnen
Der parteilose Premier bestätigte, dass die Schulen erst wieder im September öffnen werden. Für berufstätige Eltern sollen Vouchers für Babysitter zur Verfügung gestellt werden. Die Regierung will außerdem besonders betroffene Wirtschaftssektoren wie Tourismus und Gastronomie unterstützen. Restaurants werden zwar nicht am 4. Mai öffnen können, sie werden jedoch Gerichte ins Haus liefern können.

(Bild: AFP)

Höchstpreis für Atemschutzmasken
Conte kündigte an, dass Italien einen Höchstpreis für Atemschutzmasken einführen wird. Damit soll der Spekulation Einhalt geboten werden. Außerdem sollen Antikörper-Tests in ganz Italien durchgeführt werden. Conte schloss nicht aus, dass Kirchen den Gläubigen wieder für Messen und Trauerzeremonien offenstehen könnten. Es sei schmerzhaft, dass in dieser Phase des Lockdown keine Trauerzeremonien stattfinden konnten, sagte der Premier.

(Bild: AP)

Italien ist von der Covid-19-Krankheit hart getroffen. Es registrierte bis Samstag mehr als 26.000 Corona-Tote. Seit dem 10. März gelten strenge Ausgangsbeschränkungen. Am 5. März hatte die Regierung Schulen, Universitäten und Kitas schließen lassen.

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