Wegen Abschiebung

Flüchtiger wurde mit Elektroschock gestellt

Filmreife Szenen spielten sich Freitag früh im Süden von Linz ab: Ein Nigerianer (20), der abgeschoben werden sollte, flüchtete. Die Sondereinheit der Polizei startete eine Verfolgung, bei der auch ein Hubschrauber im Einsatz war. Schließlich wurde der Afrikaner durch einen Schuss aus der Elektroschock-Pistole gestoppt.

Fazit des Polizei-Großeinsatzes am Zöhrndorferfeld in Linz: Der 20-Jährige wurde nicht, wie geplant, abgeschoben. Da er anscheinend psychische Probleme hat, wurde nach seiner Verhaftung die vorläufige Unterbringung im Neuromed-Campus angeordnet.

Hubschrauber eingesetzt
Zuvor aber hatte der Schwarzafrikaner die Einsatzkräfte in Schach gehalten: Als er zur Abschiebung abgeholt werden sollte, nahm er Reißaus und flüchtete vor den Beamten, die zur Unterstützung bei der Verfolgung auch einen Hubschrauber einsetzten. Im Bereich Mayrhoferstraße konnte der Flüchtende gestellt werden. Dabei kam ein Taser, eine Elektroschock-Pistole, zum Einsatz.

Nur Sondereinheit damit ausgestattet
Damit bekam die Festnahme des Nigerianers Seltenheitswert: „Mit Elektroschockern ist ohnehin nur die Sondereinheit ausgestattet. Der Taser wird auch ganz selten und nur unter streng vorgegeben Voraussetzungen eingesetzt. Und man muss dabei ziemlich aufpassen“, so Stadtpolizei-Chef Karl Pogutter. Durch einen fünfsekündigen Elektroimpuls wird bei einem Angriff die Bewegungsfähigkeit gehemmt.

Von
Claudia Tröster
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Samstag, 04. Dezember 2021
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