23.04.2020 15:55 |

Bürgerrechte gefährdet

Scharfe Kritik am Vorgehen der Philippinen

Menschenrechtler haben am Donnerstag das Vorgehen der philippinischen Regierung in der Corona-Krise als brutal angeprangert. Niemand sei sicher vor Gewalt, kritisierte die Organisation Karapatan in der Hauptstadt Manila. Am Dienstag war in dem südostasiatischen Inselstaat ein, ehemaliger Soldat getötet worden, nachdem er angeblich gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen hatte.

Die Menschenrechtsorganisation warf Präsident Rodrigo Duterte vor, seit Beginn der Corona-Einschränkungen seien die Angriffe auf die Bürgerrechte schlimmer und brutaler geworden. Es gebe Massenfestnahmen, unmenschliche Bestrafungen und Gewalt gegen angebliche Störer. 

Präsident regiert das Land mit harter Hand
Duterte, der die Philippinen mit harter Hand regiert, hatte die Bewohner in einer Fernsehansprache gemahnt, sich an die Auflagen des Ausnahmezustands zu halten.

Duterte gibt Polizei Schießbefehl
Er habe Soldaten und Polizisten befohlen, falls irgendjemand Probleme mache und ihr Leben in Gefahr sei, diese Menschen zu erschießen. Anfang März war ein Mann an einem Kontrollposten wegen einer fehlenden Gesichtsmaske in Streit geraten und daraufhin erschossen worden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag wurden auf den Philippinen bisher 6981 Fälle des Erregers SARS-CoV-2 verzeichnet, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 462 Menschen seien bisher aufgrund einer Corona-Infektion gestorben.

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