16.04.2020 13:08 |

Mit Sicherheitsregeln

„Schritt zurück zur Normalität“ für Arztpraxen

Österreichs Ärztekammer erhofft sich für die Ordinationen in Zeiten der Corona-Krise laut Präsident Thomas Szekeres „einen ersten Schritt zurück zur Normalität“. Nachdem Arztpraxen in den vergangenen Wochen wegen der Maßnahmen zur Virus-Eindämmung nur in Notfällen aufgesucht werden durften, wird ein generelles Hochfahren von der Kammer nun wieder empfohlen - freilich nur unter Sicherheitsregeln.

„Unter bestimmten Voraussetzungen können Ordinationen nun wieder zu einem der Situation angepassten Normalbetrieb zurückkehren“, sagte Johannes Steinhart, ÖÄK-Vizepräsident und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte. Die Ärztekammer sprach in einer Aussendung vom Donnerstag von „sehr effektiven Maßnahmen“ der Regierung. Sie ermöglichten es Österreich als einem der ersten Länder Europas, die Maßnahmen wieder zu lockern.

Patienten sollen Masken tragen
Die gewohnte Versorgung aller Patienten soll wieder sichergestellt werden. Auch Routine-, Kontroll-, Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen sowie Impfungen können wieder durchgeführt werden, sofern die in der Empfehlung vorgesehenen Maßnahmen erfüllt sind. Die Patienten sollten aber weiterhin vorher telefonischen Kontakt mit der Ordination aufnehmen und in der Ordination Masken tragen.

Weitere Sicherheitsregeln, wie zumindest einen Meter Abstand zu anderen Personen zu halten, müssen auch beim Arztbesuch nach wie vor eingehalten werden. Wo es möglich sei, sollten Termine vergeben werden und die Patienten diese pünktlich einhalten. Bei vollen Wartezimmern sollen Patienten noch spazieren geschickt werden oder je nach Gegebenheit im Stiegenhaus warten. Neben entsprechenden Schutz- und Hygienemaßnahmen bleibt der Praxisalltag der Krisenzeit angepasst. „Das bedeutet, das Risiko täglich kritisch zu evaluieren“, betonte Steinhart.

Auch wirtschaftlich wichtig
Damit die niedergelassene Gesundheitsversorgung gesichert bleibt, sei das Hochfahren auch wichtig für das wirtschaftliche Überleben vieler Ordinationen, so Steinhart. Die Kammer habe deshalb auch ein Forderungspaket an die politisch Verantwortlichen übergeben. Darin werden Ausgleichszahlungen für alle niedergelassenen Ärzte mit und ohne Kassenvertrag gefordert, und zwar in Höhe von 100 Prozent des Vorjahresumsatzes im Abrechnungszeitraum der Pandemie, abzüglich allfälliger sonstiger staatlicher Unterstützung und abzüglich der verrechenbaren Honorare.

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