13.04.2020 19:34 |

270 „Virus-Mandate“

Positive Bilanz zu Ostern: Weniger Corona-Anzeigen

Polizisten mussten am Osterwochenende um Hunderte Anzeigen weniger schreiben. Dafür gab es 270 Strafzettel für Maskensünder im Land.

Die Vernunft hat am Osterwochenende gesiegt: Trotz der frühsommerlichen Temperaturen um 25 Grad und Sonnenschein mussten Polizisten weniger Menschen wegen Verstößen gegen die Corona-Beschränkungen anzeigen als noch am Wochenende davor.

Die Zahlen der gesammelten Anzeigen aus dem Innenministerium sprechen eine eindeutige Sprache: Am Karsamstag und am Ostersonntag kam es zu 1648 Anzeigen, ein Wochenende zuvor waren es 2295 gewesen. „Es zeigt sich ein klares Bild, dass sich ein Großteil an die Beschränkungen gehalten hat“, freut sich Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) - siehe auch „Krone“-Interview unten.

23.837 Anzeigen seit Inkrafttreten der Maßnahmen 
Seit Inkrafttreten der Maßnahmen für unsere Gesundheit am 16. März wurden insgesamt 23.837 Menschen angezeigt. Die meisten Missachtungen gab es in Wien, Linz und Graz. Indes wurde am Ostermontag auch eine erste Bilanz für die neuen Organstrafmandate durch die Polizei bekannt. Demnach wurden Samstag und Sonntag 270 Strafzettel gegen Maskensünder und Abstandsverweigerer ausgestellt.

„Krone“: Herr Minister, wie verliefen die Osterfeiertage?
Karl Nehammer: Ein Großteil hat sich an die Beschränkungen gehalten. Es musste nur eine geringe Zahl an Anzeigen wegen der Verstöße gegen die Covid-Bestimmungen gemacht werden. Auch die Zahl der Unfälle war gering.

Und die schwarzen Schafe?
Ich kann kein Verständnis für Menschen aufbringen, die sich nicht an die Regeln halten. Ich habe die Polizistinnen und Polizisten angewiesen, mit Sensibilität und Konsequenz einzuschreiten. Das werden wir fortsetzen.

Wie laufen die Masken-Kontrollen ab heute ab?
Es besteht nun die Möglichkeit, beim Verstoß gegen die Maskenpflicht Organmandate einzuheben. Es drohen Strafen an Ort und Stelle von zumindest 25 €.

Wann werden die Beschränkungen gelockert?
Unser Weg zeigt Wirkung. Aber es heißt durchhalten. Ich kann die Situation von älteren Menschen gut nachvollziehen - meine Eltern sind beide 80 Jahre alt, wir konnten uns seit Wochen nicht sehen.

Kronen Zeitung

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