10.04.2020 20:03 |

350 Prüfer im Einsatz

Nach AK-Alarm: Jetzt Kontrollen bei Kurzarbeit

Nach Meldungen über Missbrauch setzt die Finanz 350 Prüfer ein, um Unternehmen, die Kurzarbeit angemeldet haben, zu kontrollieren. Die Wirtschaft wehrt sich indes gegen pauschale Vorverurteilungen.

Die Arbeiterkammer schlug Alarm, weil es Hunderte Anfragen von Beschäftigten gab, die länger arbeiten mussten, obwohl die Firma Kurzarbeit beantragt hatte. In 35 Fällen gab es den konkreten Verdacht, dass Stundenaufzeichnungen gefälscht wurden, so die AK.

Kopf: „Kurzarbeit ist flexibel bei der Stundenanzahl“
Für die WKO wehrt sich Generalsekretär Karlheinz Kopf gegen Pauschalverurteilungen. Die Kurzarbeit sei flexibel bei der Stundenanzahl, erst am Ende des Monats wisse man, wie viel im Schnitt gearbeitet worden ist. Für Missbrauch habe er „null Verständnis“, aber manche Fälle seien auch durch Unwissenheit zu erklären. Man könne eben an manchen Tagen voll arbeiten und später wieder weniger oder umgekehrt.

Trotzdem hat Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) sofort reagiert und verstärkte Kontrollen angeordnet. Die Finanzpolizei hat 350 Mitarbeiter abgestellt, die Firmen überprüfen und die Ergebnisse ans AMS weiterleiten. Es könne nicht sein, dass Chefs ihre Mitarbeiter zwingen, die Arbeitszeit falsch einzutragen, so Blümel. Es gebe sogar Betriebe, die ohne Grund Kurzarbeit anmelden würden.

Kronen Zeitung

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