07.04.2020 21:55 |

Atmet selbstständig

Britischer Premier Johnson in „stabilem Zustand“

Der wegen seiner Coronavirus-Infektion auf die Intensivstation verlegte britische Premierminister Boris Johnson ist nach Regierungsangaben in stabiler Verfassung. „Der Gesundheitszustand des Premierministers ist stabil und er bleibt zur genauen Beobachtung auf der Intensivstation“, erklärte sein Sprecher am Dienstagabend. Johnson sei „in guter Stimmung“.

Johnson verbrachte die Nacht auf der Intensivstation des Londoner St. Thomas‘ Hospital. In einem Pressebriefing am Dienstagabend sagte der interimistische Regierungschef Dominic Raab, dass Johnson in besten Händen sei und derzeit keine Beatmung brauche. Johnson atme „ohne weitere Unterstützung“.

„Bin mir sicher, dass er das durchsteht“
„Ich bin sicher, dass er das durchsteht, denn eines weiß ich über den Premierminister: Er ist ein Kämpfer“, fügte Raab hinzu. Sein Team werde nicht zögern, alles zu tun, was im Moment notwendig sei, um den Kampf gegen das Coronavirus zu gewinnen. Im Kabinett des Premiers seien jedenfalls alle geschockt, denn Johnson sei nicht nur ihr Chef, sondern auch ein Kollege und Freund.

Weiteres Regierungsmitglied in häuslicher Quarantäne
Ähnlich hatte sich zuvor auch schon Kabinettsminister Michael Gove über den Gesundheitszustand Johnsons geäußert. Mittlerweile befindet sich dieser jedoch in häuslicher Quarantäne, weil sich ein Familienmitglied bereits am Sonntag mit dem Coronavirus infiziert habe. 

Boris Johnson hat keine Lungenentzündung
Außerdem hieß es aus der Downing Street, wo sich der Amtssitz des Premierministers befindet, dass Johnson auch keine Lungenentzündung habe. Seit der Verlegung des Premiers auf die Intensivstation hatte es in den britischen Medien und der Bevölkerung immer wieder Spekulationen über eine mögliche Lungenentzündung Johnsons gegeben.

Dominic Raab ist Übergangs-Premier Großbritanniens
Die Amtsgeschäfte des Premierministers führt derzeit auf persönlichen Wunsch Johnsons der 46-jährige Dominic Raab, der eigentlich Außenminister von Großbritannien ist. Raab äußerte sich am Dienstagvormittag noch sehr pragmatisch zu seiner neuen Aufgabe während der Corona-Krise: „Die Regierungsgeschäfte gehen weiter.“

Premier Johnson seit Ende März mit Coronavirus infiziert
Premier Johnson wurde am Montag im St. Thomas‘ Hospital wegen seiner anhaltenden Corona-Beschwerden untersucht, als sich sein Zustand deutlich verschlechterte. Johnson hatte am 27. März mitgeteilt, dass er sich mit dem neuartigen Virus angesteckt hat.

Trump bittet Pharmakonzern um Hilfe für Johnson
Auch US-Präsident Donald Trump äußerte sich zu Johnsons Gesundheitszustand und wünschte ihm eine rasche Genesung. Er habe auch bei einem US-Pharmaunternehmen Hilfe für den britischen Premier angefordert. Dabei handle es sich um eine „sehr komplexe Behandlung“, die „gerade erst entwickelt“ worden sei. Auf Nachfrage nannte er jedoch keine näheren Details.

In Großbritannien sind bisher fast 5400 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Derzeit sind etwas mehr als 52.000 Personen mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert.

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