06.04.2020 17:05 |

Maßnahmen begrüßt

Masken in Öffis: „Werden nicht Sheriff spielen“

Die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ab kommendem Montag wird seitens der Wiener Linien sowie den ÖBB begrüßt und auch unterstützt - doch eine Maskenausgabe oder eine Kontrolle der Einhaltung der Maßnahmen sind derzeit nicht angedacht. „Unsere Zugbegleiter werden keine Sheriffs spielen“, heißt es von den Bundesbahnen. Zudem seien noch einige Detailfragen offen, so die Wiener Linien.

Grundsätzlich wird die Ausweitung der Maskenpflicht positiv gesehen, „wir helfen da gerne mit“, sagte eine Wiener-Linien-Sprecherin. Man setzt auf breite Information der Fahrgäste „auf allen Ebenen“ - so wird es etwa Durchsagen geben. Ob künftig auch Piktogramme oder Aufkleber in oder an den Fahrzeugen angebracht werden, ist vorerst noch offen.

Ebenso auch noch einige Detailfragen - etwa, wann genau die Maske aufgesetzt werden muss. Bereits beim Betreten des Stationsgebäudes oder erst beim Einsteigen in Bus und Bim? Auch geklärt werden muss, ob sämtliche Mitarbeiter der Wiener Linien ebenfalls von der Maskenpflicht betroffen sind.

Kontrolle und Bestrafung „liegt in Verantwortung der Polizei“
Bereits am Montag stellten die Wiener Linien jedenfalls klar, dass Masken selbst in Stationen zu verteilen oder das Tragen einer solchen zu kontrollieren, vorerst jedenfalls nicht angedacht sei.
Die Kontrolle der Maskenpflicht bzw. die Bestrafung bei der Nichteinhaltung liege in der Verantwortung der Polizei, betonte die Sprecherin. Das Personal der Wiener Linien werde die Kunden aber schon darauf hinweisen, sollte jemand Nase und Mund nicht bedeckt haben.

Sehr ähnlich wollen das auch die ÖBB handhaben. „Unsere Zugbegleiter werden keine Sheriffs spielen - das dürfen sie nicht und das können sie auch nicht“, erklärte Daniel Pinka von der ÖBB-Medienabteilung. Man würde den Fahrgast höflich auf die Maskenpflicht hinweisen und bei Nicht-Befolgen wahrscheinlich mit der Polizei in Kontakt treten müssen.

„Alle Fahrgäste zu versorgen, wird sich nicht ausgehen“
Das flächendeckende Austeilen von Masken auf mehr als 1000 Bahnhöfen in ganz Österreich sei schon aus logistischen Gründen nicht machbar. „Da braucht man Personal zum Verteilen. Die meisten Bahnhöfe sind unbesetzt“, führte Pinka aus. „Unser Auftrag ist, unsere eigenen Mitarbeiter mit Masken zu versorgen. Alle Fahrgäste mit Masken zu versorgen, wird sich nicht ausgehen - nehme ich schwer an.“

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