Insolvenzentwicklung

Heuer schon 790 Mitarbeiter von Pleiten betroffen

Die Firmeninsolvenzen in Oberösterreich sanken im Vergleich zum Vorjahr auf 126 Pleiten. Die Passiva der in unserem Bundesland von einer Pleite betroffenen Unternehmen betrugen insgesamt 27 Millionen Euro, rechnet der Kreditschutzverband 1870 vor. Auch weniger Private schlitterten zwischen Jänner und März in die Insolvenz - insgesamt gab es heuer 263 Fälle. Die Auswirkungen der Coronakrise sind hier noch nicht spürbar.

In den ersten drei Monaten 2020 schlitterten 126 oberösterreichische Firmen in die Insolvenz, das sind um 33 Fälle weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit 790 von Pleiten betroffenen Arbeitnehmern liegen die negativen Auswirkungen deutlich über dem Vergleichswert des letzten Jahres. „Der hohe Wert resultiert aus Großinsolvenzen wie der Wick Fenster & Sonnenschutz GmbH oder der P.M.T. Personalmanagement & Handelsagentur GmbH“, sagt Petra Wögerbauer vom Kreditschutzverband 1870 in Linz.

Viele Turbulenzen in der Gastronomie und Bauwirtschaft
Drei Branchen führen in unserem Bundesland die Insolvenzstatistik an: Das Gastgewerbe und die unternehmensbezogenen Dienstleister liegen auf Platz 1, gefolgt von der Bauwirtschaft.  Zu den unternehmensbezogenen Dienstleistern gehören Tätigkeiten, die von Firmen in Anspruch genommen werden, wie etwa in den Bereichen Immobilien, Finanzen, Reinigungs- und Wachdienste sowie Werbeagenturen.

Oberösterreich auf Platz drei im Bundesländervergleich
263 Privatkonkurse wurden zwischen Jänner und März bei den Bezirksgerichten eröffnet - ebenfalls ein deutliches Minus im Vergleich zu 2019. Die angemeldeten Verbindlichkeiten sanken auf 27 Millionen Euro. Oberösterreich liegt mit den 263 Fällen auf Platz 3 des Bundesländerrankings: hinter Wien und Niederösterreich.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Dienstag, 26. Mai 2020
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