30.03.2020 20:18 |

Magnet steckte in Nase

Gelangweilter Forscher bastelte sich ins Spital

Langeweile - mit der die meisten Menschen derzeit in der Isolation kämpfen müssen - kann die Kreativität fördern. Einem nicht so geschickten australischen Erfinder brachte sie allerdings einen Krankenhausaufenthalt ein. Der Astrophysiker wollte ein Gerät erfinden, das Menschen warnen soll, bevor sie sich ins Gesicht fassen, um so eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus vermeiden. Am Ende musste sich der Wissenschaftler jedoch vier Magnete aus seiner Nase entfernen lassen.

Die Idee hört sich ja gar nicht so schlecht an - ein Gerät, das ein akustisches Warnsignal abgibt, sobald sich die Hände dem Gesicht nähern. Daniel Reardon, der sonst als Forscher an der Universität von Melbourne arbeitet und sich nun zu Hause fadisiert, wollte diesen Geistesblitz in die Tat umsetzen, wie die Zeitung „Guardian“ berichtete. Genug Zeit hatte er ja zur Verfügung …

Alarm sollte bei Annäherung von Magneten ausgelöst werden
Dazu wollte er eine spezielle Halskette konstruieren, die ein Alarmsignal abgibt. „Ich habe ein wenig elektronische Ausrüstung, aber wirklich keine Erfahrung im Bauen von Stromkreisen“, gibt der Wissenschaftler zu. „Ich hatte ein Teil, das Magnetfelder aufspürt. Ich dachte, wenn ich einen Schaltkreis baue, der ein Magnetfeld erkennen kann, und Magnete an den Handgelenken getragen werden, dann könnte das Gerät einen Alarm auslösen, wenn man die Hände zu nahe an das Gesicht bringt. Ein bisschen Langeweile in der Isolation brachte mich darauf“, so Reardon.

Doch es lief nicht alles nach Plan. „Ich erfand unabsichtlich ein Gerät, das dauernd piepste, außer man führte die Hände in die Nähe des Gesichts“, führte er aus. Nach dieser Ablenkung wurde ihm erneut langweilig und er spielte ein wenig mit den Magneten.

„Nasenpiercing“ aus Magneten
Er platzierte schließlich zwei Magnete innerhalb seiner Nase und zwei außerhalb - sodass sie wie ein Nasenpiercing aussahen. Als er die Magnete außen entfernte, zogen sich jene im Naseninneren an und ließen sich dort nur schwer entfernen. „Meine Freundin, die in einem Spital arbeitet, machte sich schon lustig über mich“, so der Forscher. Laut Krankenhausbefund hatten die Magnete eine stattliche Größe von sieben Millimetern.

„Mir gingen schließlich die Magnete aus“
Also versuchte er, die Fremdkörper mithilfe von anderen Magneten loszuwerden, nachdem er im Internet nach einer Lösung gesucht hatte. „Ich fand einen Artikel über einen elfjährigen Buben, der das gleiche Problem hatte“, so Reardon. Also einfach die Magnete außen ansetzen und damit jene im Inneren nach außen schieben - das schien eine passable Lösung für das Missgeschick zu sein. „Doch als ich sie nach unten zog, um die Magnete zu entfernen, klemmten sie sich aneinander fest und ich verlor den Halt. Und diese beiden Magnete landeten in meinem linken Nasenloch, während der andere in meinem rechten war. An diesem Punkt gingen mir die Magnete aus.“

Als der Einsatz einer Pinzette auch nichts half, brachte ihn seine Freundin in das Krankenhaus, in dem sie arbeitete. „Weil sie wollte, dass ihre Kollegen auch etwas zum Lachen haben“, vermutete Rearson. Die Ärzte hätten ihm schließlich scherzhaft Folgendes attestiert: „Das ist eine Verletzung aufgrund Isolation und Langeweile.“ Die Magnete wurden schließlich manuell und professionell entfernt.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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