24.03.2020 17:08 |

Einbruch im März

US-Wirtschaft womöglich bereits in Rezession

Die Geschäfte der US-Wirtschaft sind im März wegen der Corona-Krise so stark eingebrochen wie noch nie. Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister fiel am Dienstag auf das Rekordtief von 40,5 Punkten. US-Präsident Donald Trump drängte unterdessen den Kongress im Streit um ein billionenschweres Coronavirus-Hilfspakets zu einer raschen Einigung.

„Der Kongress muss den Deal heute verabschieden, ohne all den Unsinn“, schrieb Trump am Dienstag auf Twitter. „Je länger es dauert, desto schwieriger wird es, die Wirtschaft wieder anspringen zu lassen. Das wird unseren Arbeitern schaden.“

Trump will US-Wirtschaft schnell wieder hochfahren
Außerdem machte er darauf aufmerksam, dass die Bevölkerung wieder zur Arbeit gehen wolle, unter Einhaltung von „Social Distancing und allem anderen“. In Großbuchstaben schrieb der US-Präsident: „Das Heilmittel kann nicht schlimmer sein als das Problem. Der Kongress muss jetzt handeln.“ 

Coronavirus breitet sich in den USA immer stärker aus
Derzeit versucht Trump noch, die Bevölkerung auf eine rasche Rückkehr zur Normalität einzuschwören. Das Coronavirus breitet sich in den USA jedoch rapide aus. Es wurden bereits mehr als 46.000 Infektionen und mehr als 590 Todesfälle bestätigt. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte deutlich höher liegen.

Dienstleistungssektor besonders stark betroffen
„Die Umfrage unterstreicht, dass sich die USA wahrscheinlich bereits in einer Rezession befinden, die sich unweigerlich noch weiter vertiefen wird“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Besonders heftig erwischte es die Dienstleister, die etwa zwei Drittel der größten Volkswirtschaft der Welt ausmachen.

USA womöglich schon bald Corona-Zentrum der Welt
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte außerdem am Dienstag, die USA könnten Europa bald als neues Epizentrum der Pandemie ablösen. „Wir sehen jetzt eine sehr starke Beschleunigung der Fallzahlen, also hat es dieses Potenzial“, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris.

Patrick: Wirtschaft wichtiger als Leben der Älteren
Zuvor hatte der texanische Vizegouverneur Dan Patrick mit einer besonders kruden These für Aufsehen gesorgt. Es könne nicht sein, dass die US-Wirtschaft der Corona-Krise zum Opfer falle. Er sei sogar selbst bereit, sein Leben zu geben, wenn das die Wirtschaft retten würde.

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