19.03.2020 15:15 |

Tirol unter Quarantäne

Polizei: „Keine Kontrollen bei Ortseinfahrten“

Die vom Land Tirol für alle 279 Gemeinden erlassene Quarantäne hat offenbar keine Auswirkungen auf die polizeilichen Kontrollen. „An der bisherigen Kontrolltätigkeit hat sich nichts geändert“, heißt es seitens der Exekutive. Man werde weiter „punktuell im Inneren kontrollieren“ und das Ganze mit dem „Streifendienst abdecken“.

Checkpoints oder Kontrollstellen bei Ortsein- und Ausfahrten werde es nicht geben. Es liege auf der Hand, dass es unmöglich ist, flächendeckend zu kontrollieren bzw. Autofahrer nach der Reihe anzuhalten und zu fragen, weshalb sie von einem Ort zum nächsten unterwegs sind. „Wir appellieren weiter dringend an die Eigenverantwortung der Menschen, den Anordnungen Folge zu leisten“, so die Polizei.

Zahl der Anzeigen steigt
Die Anzeigen aufgrund der De-facto-Ausgangssperre seien im Steigen begriffen. Allein am Dienstag war von 15 Anzeigen die Rede, diese hätten sich inzwischen erhöht, liegen aber weiter im zweistelligen Bereich. Die genauen Zahlen würden noch nicht vorliegen. Man schreite weiter bei offensichtlichen Dingen ein - etwa wenn sich Menschen in Gruppen aufhalten oder den vorgesehenen Abstand nicht einhalten. Für besonders Unbelehrbare setze es dann Strafen.

An Grenzen ist Lage ruhig
Indes bekam die Polizei eine zusätzliche Aufgabe dazu - nämlich die Grenzkontrollen zu Deutschland. Dort sei die Lage - wie an allen Grenzübergängen - aber derzeit ruhig, berichtete Dummer. Der Pkw-Verkehr sei an allen Grenzübergängen drastisch reduziert, der Lkw-Verkehr laufe hingegen fließend.

Deutschland kontrolliert seine Grenze zu Österreich schon seit Dienstag. Einreisen dürfen beiderseitig nur noch Personen mit „triftigem Reisegrund“, wie zum Beispiel Berufspendler.

Weitere Sperren in Innsbruck
Die Stadt Innsbruck hat angekündigt, alle städtischen Park- und Grünanlagen sowie Spiel- und Sportplätze bis auf weiteres zu sperren. Dadurch werden die Einschränkungen ausgeweitet. Das Durchqueren öffentlicher Orte bleibe weiterhin erlaubt, nur das Verweilen sei untersagt, hieß es in einer Aussendung.

Bisher war etwa nur der Aufenthalt auf der „Franz Gschnitzer-Promenade“, „Arthur Haidl Promenade“ sowie zwischen Freiburgerbrücke und Universitätsbrücke vorerst nicht mehr erlaubt. Städtische Sportanlagen wurden ebenso schon vorige Woche geschlossen.

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