Experte warnt:

„Einer von fünf Infizierten wird schwer erkranken“

Wissenschaft
17.03.2020 12:54

Forscher des renommierten Robert-Koch-Instituts (RKI), das dem deutschen Bundesministerium für Gesundheit unterstellt ist, stufen das Risiko für die Bevölkerung durch das Coronavirus SARS-CoV-2 nun als „hoch“ ein. Die Änderung der Risikoeinschätzung begründete RKI-Präsident Lothar Wieler (Video oben) am Dienstag mit der großen Dynamik der Pandemie und dem starken Anstieg der Fallzahlen.

„Eine von fünf registrierten infizierten Personen wird schwerer erkranken. Eine von Fünf! Je nach Alter und Vorerkrankung steigt die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs. Das heißt also: Je älter jemand ist und je mehr Grundkrankheiten er hat, desto größer ist das Risiko für ihn, schwer zu erkranken. Und wir wissen, dass eben auch Menschen an der Krankheit versterben“, erklärte RKI-Chef Wieler im Rahmen einer Pressekonferenz.

RKI-Chef Lothar Wieler (Bild: AFP)
RKI-Chef Lothar Wieler

Vier von fünf zeigen nur leichte Symptome
Aber, so die positive Nachricht des Robert-Koch-Instituts mit Sitz in Berlin: Vier von fünf registrierten Covid-19-Infizierten werden nur leichte Symptome zeigen. „Sie werden nach Abklingen der Infektion gesund sein und sie bilden eine Immunität gegen das Virus (Bild unten) aus“, so Wieler.

Elektronenmikroskopische Aufnahme des Coronavirus SARS-CoV-2 (braun) (Bild: NIAID-RML)
Elektronenmikroskopische Aufnahme des Coronavirus SARS-CoV-2 (braun)

Virus beschäftigt uns möglicherweise Jahre
Allerdings: Die Einschränkungen wegen der Ausbreitung des Virus könnten nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts lange dauern - im Extremfall womöglich Jahre. „Wir gehen davon aus, und das haben wir hier auch schon häufiger gesagt, von zwei Jahren, sagen wir mal. Also wir reden von Jahren“, erklärte RKI-Boss Wieler.

Die Zahl der bestätigen Fälle liegt in Österreich (Stand 9.30 Uhr) bei 1211 Infizierten. 10.278 Tests wurden bereits durchgeführt. Acht Personen gelten als genesen. Vier Menschen verstarben bislang im Zuge der Covid-19-Pandemie.

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