Innviertlerin

Heuer bereits zweiter Masernfall in Oberösterreich

Während es bis Mittwoch in Oberösterreich zum Glück noch keine Corona-Erkrankten gab, mussten die Behörden nun schon den zweiten Masernfall bestätigen. Eine Innviertlerin dürfte sich in einer Arztpraxis bei einem Volksschüler (8) aus Aspach angesteckt haben, der vor zwei Wochen dort behandelt worden war.

Die aus Mettmach stammende Frau war – anders als ihr Ehemann und ihre Kinder – gegen Masern nicht geimpft. In einer Arztpraxis im Bezirk Ried/I. traf sie zufällig auf jenen Achtjährigen aus Aspach, bei dem, wie berichtet, vor zwei Wochen das Masernvirus ausgebrochen war. Der Bub musste damals auch im Rieder Spital behandelt werden. Bevor die Krankheit bei der Frau diagnostiziert wurde, war sie jedoch mit ihrer Tochter bei der Krabbelgruppe in Mettmach zu Gast. Dort werden 90 Kinder zwischen einem und drei Jahren betreut, von denen jedoch 20 – so wie auch ein Zivildiener – ebenfalls nicht geimpft waren.

Krabbelgruppe wurde gesperrt
Die Konsequenz: Alle Ungeschützten müssen drei Wochen zu Hause bleiben, die Krabbelgruppe wurde gesperrt. „Ab Donnerstag hat sie wieder geöffnet“, beruhigt Rieds Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer. Tilman Königswieser, Chef des Salzkammergut-Klinikums, warnt vor den Gefahren einer Masernansteckung: „Jeder tausendste Erkrankte stirbt daran - selbst im besten Gesundheitssystem.“ Masern-Viren seien ansteckender als die meisten anderen. „Sich impfen zu lassen, bedeutet daher nicht nur Einzel- sondern Herdenschutz.“

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 24. September 2020
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