Nahe Grenze zu OÖ

Aufregung um Atommüll-Endlager in Bayern

Lange Zeit galten Regionen in Bayern als völlig ungeeignet für ein Atommüll-Endlager. Der Granit ist in diesem Gebiet extrem wasserdurchlässig und damit nicht sicher genug. Eine Sonderregelung könnte nun aber den Gebieten wenige Kilometer von der Grenze zu Oberösterreich doch noch hochradioaktiven Abfall bescheren.

Unweit der oberösterreichischen Grenze gehen in Bayern die Wogen bereits hoch. Ende September steht die Präsentation des „Zwischenberichts Teilgebiete“ durch die deutsche Bundesgesellschaft für Endlager am Programm. Dabei sollen auch Regionen als Standorte für Atommüll-Ablagerungen genannt werden, die bis dato als völlig ungeeignet erschienen, etwa Gebiete in Bayern - wo der Granit als stark zerklüftet und wasserdurchlässig gilt. 

Sonderregelung für Standortsuche
Nun wurde aber für die Standortsuche eine Sonderregelung erlassen, die Endlager auch in nicht ganz „wasserdichten“ Gebieten ermöglicht. Es reicht, wenn technische oder geotechnische Barrieren geschaffen werden. Gemeint sind etwa stärkere Behälter oder das Auffüllen der Gesteinskammern mit wasserundurchlässigem Material.

„Werden dagegen ankämpfen!“
Somit könnten die Endlager nun doch direkt vor unserer Haustüre angesiedelt werden. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) will das mit aller Macht verhindern: „Im Hinblick auf die Gefährlichkeit der Atomenergie spricht sich Oberösterreich im Sinne der Sicherheit der Region entschieden gegen das Atommüllendlager aus. Wir werden mit allen uns zustehenden rechtlichen Mitteln dagegen ankämpfen!“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 22. Oktober 2020
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