Besorgte Bürger:

Futtertrocknungsanlage im Grünen sorgt für Wirbel

Ein Biobauer als Umweltgefährder! So sieht das eine Bürgerinitiative in Feldkirchen bei Mattighofen, die gegen die Pläne für eine Öko-Tierfuttertrocknung protestiert. Die Info-Veranstaltung heute, Samstag, muss wegen des großen Interesses viermal abgehalten werden. Auch der Biobauer ist dabei vor Ort.

Martin Neuhofer betreibt in Eugendorf eine Bioheumilch-Landwirtschaft und ein Biomasse-Kraftwerk. Ab April 2021 plant er Österreichs erste Futtertrocknungs-Anlage in Feldkirchen bei Mattighofen in Betrieb zu nehmen. In einer Halle mit rund 1100 Quadratmeter sollen Gras oder Mais gehäckselt, getrocknet und dann zu Pellets oder Ballen gepresst werden.

Mehr Schwer-Verkehr
Klingt eigentlich völlig harmlos. „Ist es auch“, meint Neuhofer, dem aber seit Wochen eisiger Wind entgegenbläst. Ein Bürgerinitiative befürchtet mehr Lärm, ein erhöhtes Lkw-Aufkommen und auch eine Zunahme an Schadstoffen in der Luft. „Es werden 60.000 Tonnen Rohmaterial geliefert und 20.000 Tonnen als fertiges Produkt ausgeliefert. Das verursacht eine starke Zunahme des Verkehrs“, ist Rudolf Lechner besorgt.

Standort hat viele Vorteile
Heute, Samstag, wird der Unternehmer seine Pläne vorstellen. Und das gleich viermal. Das kleine Gemeindeamt ist dem riesigen Interesse nicht gewachsen. „Es stimmt, dass es mehr Verkehr geben wird. Das ist bei jedem neuen Unternehmen so“, meint der Biobauer. Der Standort sei ideal. Die Anlage ist in einem bestehenden Betriebsbaugebiet geplant. Dieses befindet sich in einer Gegend mit vielen Grünflächen, viel Niederschlag und hoher Biobauern-Dichte.

Genossenschaft mit 130 Mitgliedern
Deshalb tat sich Neuhofer bei der Gründung der Tierfutter-Genossenschaft nicht schwer. 130 Mitglieder sind mit 1,1 Millionen Euro bereits dabei.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Mittwoch, 19. Februar 2020
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