07.02.2020 09:42 |

Betäubung schlug fehl

Deutsche Polizei erschießt Hund auf Autobahn

Es sind Bilder, die nicht nur für Tierfreunde schwer zu ertragen sein dürften. Im deutschen Bundesland Niedersachsen zwischen Rastede und Jaderberg hatte sich Donnerstagfrüh ein Mischlingshund auf die Autobahn A29 verirrt. TV-Bilder zeigen, wie der Hund panisch herumläuft. Die Polizei riegelte die Autobahn ab, alle Versuche, das Tier einzufangen oder zu betäuben, schlugen fehl. Schließlich griffen die Beamten zur Waffe ...

Der braun-weiße Mischling war Donnerstagfrüh nahe der A29 aufgetaucht, Autofahrer verständigten die Polizei. Die Beamten sperrten die Autobahn, zehn Beamte versuchten anschließend, den Hund mit einer Schlinge einzufangen. Schließlich kam ein Betäubungsgewehr zum Einsatz. „Zwei Pfeile trafen den Hund, doch sie haben nicht angeschlagen. Vermutlich war der Hund so voller Adrenalin“, sagte ein Polizeisprecher dem NDR. 

Daraufhin wurde die bittere Entscheidung gefällt, den Hund zu erschießen. Zu groß sei das Unfallrisiko gewesen, hieß es von der Polizei. Ein Beamter tötete das Tier schließlich mit mehreren Schüssen aus einer Maschinenpistole. Das Video des Einsatzes, welches der NDR veröffentlichte, sorgte für empörte Reaktionen in den sozialen Netzwerken. Sogar Morddrohungen wurden gegen den Beamten ausgesprochen, der das Tier erschossen hatte.

„Kein Polizeibeamter tut so etwas gerne“
Die Polizei Oldenburg sah sich wegen der wütenden Kommentare sogar zu einer Stellungnahme auf Facebook gezwungen: „Trotz der Sperrung der Autobahn war nicht auszuschließen, dass das Tier einen schweren Unfall hätte auslösen können. Bitte habt dafür Verständnis. Kein Polizeibeamter tut so etwas gerne, und es tut uns wirklich leid um den Hund.“

Nun wird versucht, den Besitzer des Tieres zu ermitteln. Die Polizei bittet hier um Hinweise, da der Halter bislang nicht ausfindig gemacht werden konnte.

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