Strenggläubiger Kicker

WAC-Bomber: „Im Duo mit Haaland - das wäre etwas!“

Bomber Shon Weissman blieb den Wolfsbergern (vorerst) erhalten - und will seine „Halbzeit-Führung“ in der Schützenliste unbedingt ins Ziel bringen! Selbst ins Türkei-Camp ließ er koscheres Essen einfliegen.

Das Voting der Fans für ihn bei unserer Fußballerwahl war bislang recht überschaubar – ob’s nur Taktik ist, ob die riesigen Pakete erst am Ende eintrudeln, wird sich weisen. Fakt ist, dass sich Shon Weissman in jedem Fall einen Spitzenplatz verdient hätte. Noch nie hatte ein Klub aus der „Südkurve Österreichs“, aus Kärnten, einen derartigen Bomber in seinen Reihen, wie ihn der WAC mit dem Israeli besitzt: 24 Tore in 26 Herbstspielen (17 in der Liga, zwei in der Europa League, fünf im Cup) sprechen eine klare Sprache.

Dass nicht „Wunderkind“ Erling Haaland, sondern Weissman mit 17 Volltreffern (einem mehr als der Norweger!) der Führende der Schützenliste ist, ist im Herbst-Finish fast untergegangen. Dass der Israeli, der im Sommer ablösefrei zu Wolfsberg kam (und bis 2021 unterschrieb), nicht schon im Winter um Millionen den Klub wechselte, ist für viele eine Überraschung.

Deutschland das Ziel
Aber Shon, der am Valentinstag seinen 24. Geburtstag feiert, ist keiner, der beim erstbesten Angebot alles liegen und stehen lässt. Klar gab’s von etlichen Managern sehr viel Tamtam - aber kaum Konkretes. „Aus Spanien gab’s Anfragen“, sagt Weissman. „Aber das hat mich nicht wahnsinnig interessiert.“ Wer ihn kennt, weiß, dass Deutschland sein erklärtes Ziel ist. Dafür will er im Frühjahr im WAC-Dress weiter Vollgas geben, die Kärntner neuerlich in den Europacup schießen - und die Torjägerkrone holen. „Dafür werde ich alles tun! Und dann ein Wechsel zu Dortmund, im Sturm gemeinsam mit Haaland - das wär was!“, grinst Shon.

Koscheres Essen aus Wien
Privat liebt der strenggläubige Jude, der mit seiner Gattin Eden jede Woche nach Wien fährt, um koscheres Essen zu besorgen, ja zuletzt selbst ins Camp nach Belek koschere Nahrung aus Istanbul einfliegen ließ, die Ruhe. „Wir sind einfache Leute – ich brauche keinen großen Wirbel.“ Den macht er lieber am Feld. Die Leihe des Serben Milos Jojic (vier Jahre Dortmund bzw. – unter Stöger! – Köln, zuletzt Basaksehir) ließ Weissman nach den ersten Trainings schon überschwänglich schwärmen. „Wäre er vom Saisonstart weg bei uns gewesen – wir wären jetzt Erster“

Conny Lenz, Kronen Zeitung

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