04.02.2020 11:30 |

Digital statt Papier

Hypo NÖ schafft das klassische Sparbuch ab

Ende des Vorjahres wurde bekannt, dass einzelne österreichische Banken Kunden abweisen, die ein Sparbuch eröffnen wollen, oder ihnen zumindest davon abraten. Am Dienstag wurde bekannt, dass die Hypo Niederösterreich das klassische Sparbuch abschafft. Wer künftig ein Sparprodukt bei der Bank in Anspruch nehmen will, erhält nur noch ein digitales Sparkonto.

Bereits vorhandene Sparbücher würden gültig bleiben, hieß es laut einem Bericht der „Niederösterreichischen Nachrichten“ (NÖN) vonseiten der Bank. Hypo-Vertriebschef Matthias Förster begründete den Schritt gegenüber dem Blatt mit dem sich ändernden Kundenverhalten. Zudem betonte er die Vorteile für die Kunden, etwa, dass der Weg zum Schalter wegfalle und das digitale Sparbuch nicht verlorengehen könne.

Mit dem Schritt bleibt die Hypo Niederösterreich aber vorerst noch alleine. Raiffeisen, Volksbank, Erste Bank und Oberbank wollten das klassische Sparbuch weiter im Sortiment behalten, wie die NÖN weiter berichteten. Alle Banken hätten aber auch betont, dass Online-Sparformen immer beliebter bei den Kunden würden.

Beliebtheit von Sparbuch im Sinken
Angesichts von Mini-Zinsen ist die Beliebtheit des Sparbuchs in den vergangenen Jahren ohnehin deutlich gesunken. Laut einer Integral-Umfrage Ende 2019 gaben nur noch 57 Prozent von 1000 Befragten an, ihr Geld 2020 auf ein Sparbuch legen zu wollen - um acht Prozentpunkte weniger als noch im Jahr zuvor.

Sparform laut Banken nur defizitär
Und für einige Banken im Land ist das klassische Sparbuch praktisch nur noch ein Kostenfaktor. Zu verdienen sei damit schon lang nichts mehr, heißt es. Es sei bereits im Augenblick des Abschlusses defizitär und das bleibe es dann auf 20 oder 30 Jahre, so Banker. Dem Vernehmen nach wurden Kunden, die sich nicht von Alternativen überzeugen ließen, von so manchem Geldinstitut sogar zur Konkurrenz geschickt ...

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