29.01.2020 11:51 |

Video veröffentlicht

Warnschüsse an Ungarns Grenze: „Sind vorbereitet“

Wie berichtet, ist es ungarischen Grenzschützern mittels Warnschüssen gelungen, Dienstagfrüh mehrere Versuche Dutzender Migranten zu vereiteln, die ungarisch-serbische Grenze zu überwinden. Nun ist auch ein Video von dem Vorfall im Süden unseres Nachbarlandes veröffentlicht worden. In diesem sieht man vermummte Personen in dunkler Kleidung, wie sie den Grenzzaun gewaltsam überwinden. Wenige Augenblicke später sieht man sich schnell bewegende Lichtkegel von Taschenlampen, die auf die Migranten zukommen. Diese ziehen sich schnell wieder auf serbisches Gebiet zurück. Von den Warnschüssen ist in dem Video ohne Ton übrigens nichts zu sehen.

Drei solcher Warnschüsse seien aber abgefeuert worden, nachdem die rund 70 Migranten nicht auf verbale Warnungen reagiert hätten, erklärte das Innenministerium in Budapest. Vier Personen seien festgenommen worden. Die anderen seien „in alle Windrichtungen“ geflohen. Die ungarischen Behörden sind sich sicher, dass es sich um eine geplante und organisierte Aktion, womöglich unterstützt von Schleppern, gehandelt hat.

Grenzzaun wird nun verstärkt
Nach Kontrollen des Grenzzaunes wurden zum Teil massive Schäden festgestellt. Auf einer Länge von rund zehn Metern sei die Barriere zerstört worden, hieß es. Nun wird der Zaun entlang der Bundesstraße verstärkt.

„Die ungarisch-serbische Grenze ist permanent unter Druck“, erklärte György Bakondi, für die innere Sicherheit zuständiger Berater von Ministerpräsident Viktor Orban, im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag. Im Jänner versuchten seinen Angaben zufolge bereits mehr als 3000 Personen einen illegalen Grenzübertritt. Der jüngste „Angriff auf die Grenze“ sei in zwei Wellen erfolgt. Innenminister Sandor Pinter betonte, die Polizei sei vorbereitet und bereit, „Ungarn zu schützen“.

Migrant: „Wir geben nicht auf, wollen nach Deutschland“
Einem ungarischen Fernsehteam ist es gelungen, einige Mitglieder der Migrantengruppe auf serbischer Seite ausfindig zu machen. In einem Bericht gaben die mehrheitlich aus Ägypten stammenden jungen Männer ihre nächtliche Aktion zu. „Wir werden immer wieder von der Polizei aufgehalten und Richtung Serbien gedrängt. Aber wird geben nicht auf. Wir wollen nach Österreich und weiter nach Deutschland“, erzählte einer der Männer gegenüber Pannon RTV.

Gabor Agardi
Gabor Agardi
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