Öffi-Problematik

Zwei Stunden Fahrt für 22 Kilometer zur Postalm

Steil bergauf ging es in den letzten zwei Jahren mit der Postalm. Seit der Neuübernahme wird Österreichs größte Almlandschaft gestürmt. Die Anreise erfolgt fast nur per Pkw. Das Öffi-Angebot ist überschaubar. Von Bad Ischl aus fährt nur ein Postbus am Tag. Fahrtzeit nach dreimal Umsteigen: zwei Stunden.

Vor wenigen Jahren hing die Zukunft der Postalm am seidenen Faden. Im Zuge der Turbulenzen wurde auch die direkte Buslinie von Bad Ischl über Strobl auf das Hochplateau eingestellt. Die Auslastung ließ zu wünschen übrig.

Neuübernahme 2017
Seit der Neuübernahme der Winterpark Postalm GmbH durch Geschäftsführer Linus Pilar im Jahr 2017 erlebt die Postalm aber wieder einen rasanten Aufschwung. „Deshalb wäre es umso wichtiger, ein regelmäßige Buslinie zu haben“, weist Hans Wieser, Boss der Wolfgangsee-Touristik, auf eine Schwachstelle hin.

Skibus fährt regelmäßig
Derzeit bringt nur der Skibus die Gäste der Gemeinden St. Wolfgang, St. Gilgen und Strobl am Morgen auf das 1300 Meter hoch gelegene Wintersportparadies. Am Nachmittag geht es zurück ins Tal. Wer von Bad Ischl mit dem Bus zur 22 Kilometer entfernten Postalm will, hat nur eine Möglichkeit. Dieser erfordert sehr viel Geduld. Dreimal müssen die Öffi-Nutzer umsteigen und weite Umwege in Kauf nehmen, um nach etwas mehr als zwei Stunden das Ziel zu erreichen. Die Ski anschnallen zahlt sich aber nicht aus. Die Ankunft ist um 15.52 Uhr. Zurück in die Kaiserstadt geht es per Bus bereits um 15.56 Uhr.

Kombi-Tickets vorstellbar
„Mit dem Verkehrsverbund haben wir bereits Gespräche geführt“, ist für Wieser angesichts der Umweltthematik eine bessere Öffi-Anbindung wichtiger denn je. Ihm schweben Kombi-Tickets mit speziellen Angeboten für die Kulinarik oder geführten Wanderungen vor.

Mario Zeko
Mario Zeko
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