02.07.2010 10:40 |

Fall zu früh beendet

Verfahrensfehler Grund für erneute Gore-Ermittlungen

Die bereits im Jahr 2009 zu den Akten gelegten Sex-Vorwürfe gegen den früheren Vizepräsidenten Al Gore werden von der Polizei im US-Bundesstaat Oregon nicht wegen angeblicher neuer Beweise, sondern wegen eines Verfahrensfehlers wieder aufgenommen. Laut Portlands Polizeichef Michael Reese haben die Ermittler den Fall nach der Befragung der Zeugin abgeschlossen, ohne ihre Vorgesetzten darüber zu informieren.

Eine 54-jährige Masseurin hat dem Friedensnobelpreisträger vorgeworfen, sie bei einem Termin in einem Hotel im Oktober 2006 begrapscht und sexuell belästigt zu haben (siehe ausführlicher Artikel in der Infobox). Gore hat das nachdrücklich zurückgewiesen.

Ermittler befassten sich 2006 und 2009 mit den Vorwürfen und entschieden, wegen mangelnder Kooperation der Frau und ihrem unsteten Verhalten keine offiziellen Ermittlungen aufzunehmen, erklärte die Polizei von Portland am Donnerstag.

In der vergangenen Woche kam der unter Verschluss gehaltene Fall erstmals an die Öffentlichkeit, weil die Masseurin ihre Geschichte dem "National Enquirer" erzählte und am Mittwoch mit angeblichen Beweisen und Bilder aus den Überwachungskameras des Hotels nachlegte. Gleichzeitig erklärte die Polizei, sie prüfe den Fall erneut. Zunächst nannte sie keine Gründe dafür.

"Schnelle und gründliche Untersuchung"
Reese sagte, die fehlende Information von Vorgesetzten reiche für eine Wiederaufnahme aus. Die Ermittler hätten damals nur die Aussage der Masseurin aufgenommen. Bis 2009 sei die Staatsanwaltschaft nicht über den Vorgang informiert gewesen. Ob Gore vernommen werden solle, wollte der Polizeichef nicht sagen. Die Untersuchung werde gründlich, fair und schnell sein, so Reese.

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