Naturschutzbund:

Fischer haben es nun auf den Gänsesäger abgesehen

Ein Projekt des Landes-Fischervereins sorgt beim Naturschutzbund OÖ und BirdLife Österreich für Empörung. In den nächsten fünf Jahren sollen 140 Gänsesäger – ein landesweit streng geschützter Vogel – entlang der Steyr getötet werden. Grund: Sie seien für das Sterben von Äsche und Bachforelle mitverantwortlich.

„Dies stellt klar einen nach OÖ Naturschutzgesetz und EU-Vogelschutzrichtlinie gesetzeswidrigen Eingriff dar und widerspricht auch dem Tierschutzgesetz“, reagiert Gabor Wichmann, Geschäftsführer BirdLife Österreich, empört auf die Pläne des Landes-Fischereivereins.

Bestandsverlust droht
Für den ist nämlich der Gänsesäger einer der Hauptfaktoren für den Bestandsverlust von Äsche und Bachforelle – deshalb sollen in den nächsten fünf Jahren 140 Gänsesäger entlang der Steyr erlegt werden, teils während der Brutzeit. Der Naturschutzbund OÖ appelliert an die Landesräte Manfred Haimbuchner und Max Hiegelsberger. „Wesentliche andere Einflüsse auf die Fische bleiben ausgeblendet. Klimawandel oder die Verbauung von Ufern wirken sich auch negativ auf die Fortpflanzung aus“, so Josef Limberger, Obmann Naturschutzbund OÖ.

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Montag, 28. September 2020
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