13.01.2020 10:44 |

Auf 4 US-Botschaften

Pentagon-Chef: Keine Beweise für Angriffspläne

US-Verteidigungsminister Mark Esper hat am Sonntag in einem Fernsehinterview gesagt, dass er keine konkreten geheimdienstlichen Beweise gesehen habe, die Donald Trumps Aussagen über geplante Angriffe auf vier US-Botschaften unterstützen würden. Der US-Präsident hatte das zuvor behauptet und rechtfertigte damit unter anderem den tödlichen Drohnenangriff auf den iranischen Top-General Kassem Soleimani. Allerdings sagte Esper auch, dass er Trumps Ansichten über gezielte iranische Angriffspläne teile, zitierte aber keine Geheimdienstinformationen, die seine Behauptungen unterstützten.

„Was der Präsident gesagt hat, ist, dass es möglicherweise weitere Angriffe auf Botschaften geben könnte“, sagte Esper dem Fernsehsender CBS. Auf die Frage, ob Geheimdienstler konkrete Beweise dafür vorgelegt hätten, sagte Esper: „Ich habe keinen mit Blick auf die vier Botschaften gesehen.“ Der demokratische Senator Chris Murphy beschuldigte Trump daraufhin auf Twitter, sich die Angriffspläne nur ausgedacht zu haben.

Esper: „Soleimani-Tötung war richtige Entscheidung“
In einem CNN-Interview sagte Esper außerdem, dass Soleimani Angriffe auf mehrere US-Standorte plante, darunter „zumindest auch“ die Botschaft in Bagdad. Deshalb sei es die richtige Entscheidung gewesen, „Soleimani vom Schlachtfeld zu entfernen“. 

Noch am Freitag hatte Trump erklärt, die USA hätten mit der Tötung Soleimanis geplanten Angriffen auf US-Botschaften zuvorkommen wollen. „Wir haben es getan, weil sie unsere Botschaft in die Luft sprengen wollten“, sagte er. Soleimani habe noch weitere Anschlagspläne gehabt. Das Pentagon entsandte unterdessen Tausende amerikanische Fallschirmjäger in den Nahen Osten, um die US-amerikanische Botschaft in Bagdad und an anderen Standorten in der Region zu verstärken.

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