11.01.2020 14:38 |

Zum Schutz der Umwelt

Zwei Hochhäuser mit 343 Luxuswohnungen gesprengt

Mit spektakulären Sprengungen haben die Behörden im südindischen Bundesstaat Kerala hart durchgegriffen und zwei Hochhaus-Komplexe mit 343 Wohnungen beseitigen lassen. Diese waren zuvor unter Missachtung der Vorschriften zum Küsten- und Umweltschutz in bester Lage errichtet worden. Zunächst wurde am Samstag das 19-Etagen-Hochhaus H20 Holy Faith in der Küstenstadt Kochi zu Fall gebracht, wenige Minuten später brachen dann die Doppeltürme des Alfa Serene zusammen.

Es ist äußerst selten, dass Bausünden von den indischen Behörden geahndet werden. Doch in diesem Fall hatte der Oberste Gerichtshof Indiens im vergangenen Jahr geurteilt, der Bau der Hochhaus-Komplexe sei unter Missachtung der Bestimmungen zum Schutz der ökologisch gefährdeten Küstenzone erfolgt und bedeute einen „kolossalen“ Schaden für die Umwelt.

Jahrelanger Streit geht noch weiter
Der Streit um den geplanten Abriss zog sich über Jahre hin. Die Bewohner der Luxuswohnungen machten geltend, dass sie ihre Ersparnisse guten Glaubens investiert hatten. Als sie sich weigerten, die Gebäude zu verlassen, drehten die Behörden die Wasser- und Stromversorgung ab. Der Streit um Entschädigungszahlungen könnte sich nun ebenfalls Jahre hinziehen.

Sensible Öko-Systeme an Keralas Küste
Die Küstengebiete in Kerala beheimaten sensible ökologische Systeme. Hinter der vorderen Küstenlinie befinden sich zahlreiche Haffs mit Brackwasser. Darüber hinaus gibt es an der Küstenseite oftmals Springfluten. 2018 kamen bei Überschwemmungen in Kerala mehr als 400 Menschen ums Leben.

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