Rudi Anschober

„Koalition wird nächsten fünf Jahre halten!“

Nach 16 Jahren in der oberösterreichischen Landesregierung wird Rudi Anschober heute, Dienstag, als Sozialminister angelobt. Beim Abschicken der Amtsrücklegungserklärung an LH Thomas Stelzer hat der 59-Jährige tief durchatmen müssen. Jetzt brennt er aber auf den neuen Job.

„Krone“: Herr Minister, herzliche Gratulation! Beschreiben Sie Ihre Gefühlslage?
Rudi Anschober: Natürlich ist die Freude enorm. Diese Koalition ist eine große Herausforderung und eine große Chance. Das habe ich schon bei den Verhandlungen gemerkt. Ich war fast bis zum Schluss sehr skeptisch.

„Krone“: Und sind Sie es jetzt vor der Angelobung auch noch?
Anschober: Ich gehe davon aus, dass diese Koalition fünf Jahre halten wird. Klar ist, dass noch sehr viele unerwartete Dinge passieren werden. Das werden dann die ganz spannenden und herausfordernden Momente.

„Krone“: Haben Sie das Gefühl, von der ÖVP über den Tisch gezogen worden zu sein?
Anschober: Nein. Der Pakt ist in Summe okay. Wir haben unsere wichtigsten Themen untergebracht und bei den Bereichen Asyl und Integration Kompromisse hinnehmen müssen.

„Krone“: Apropos Integration: Dass Sie als Integrationslandesrat nun nicht dieses Ministerium erhalten haben, überrascht viele. Sie auch?
Anschober: Über die Ressortaufteilung wurde erst am Ende der Koalitionsverhandlungen diskutiert. Wir hätten gerne das Ressort gehabt, die ÖVP hat aber sehr viel Wert darauf gelegt.

„Krone“: Haben Sie gezögert, als Sie das Angebot für das Sozialministerium erhielten?
Anschober: Der Abschied aus Oberösterreich fällt mir sehr schwer. Ich war mit Begeisterung Landesrat. Bei der Rücklegungserklärung für das Amt habe ich kräftig durchatmen müssen. Das Ministeramt ist aber eine große Herausforderung.

„Krone“: Wie wird Ihr Büro in Wien personell besetzt sein?
Anschober: Ich habe bis zum Bundeskongress am Samstag keinerlei Entscheidungen treffen wollen, mir danach einen Tag frei genommen und meine Tätigkeit in der Landesregierung beendet. Ab heute packe ich die Arbeit als Minister an.

Interview: Mario Zeko/ Kronen Zeitung

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