FP lehnt VP-Antrag ab

Wirbel in Landespolitik um muslimische Pfadfinder

Landesregierung beriet über Aufnahme der muslimischen „Pfadis“ in den Jugendbeirat. FP lehnte Beitritt ab. Regierungspartner VP, SP und Grüne stimmten aber für eine Erweiterung des Jugend-Netzwerks des Landes.

Der oberösterreichische Landesjugendbeirat ist weiter gewachsen. Im neuen Jahr wird auch die Landesorganisation der muslimischen Pfadfinder und Pfadfinderinnen dem Jugendnetzwerk unter der Leitung von Christa Pacher angehören. Die Aufnahme der „Pfadis“ hat aber für Unstimmigkeiten in der schwarz-blauen Regierungspartnerschaft gesorgt.

Muslimische Jugend schon im Netzwerk
LH Thomas Stelzer von der ÖVP brachte in der Regierungssitzung den Antrag ein. Die blauen Landesräte enthielten sich aber der Stimme, VP, SP und Grüne stimmten dafür. FP-Landeschef Manfred Haimbuchner: „Im Landesjugendbeirat ist die muslimische Jugend bereits aufgenommen worden. Ich halte es auch nicht richtig, dass es für manche Gruppen auch noch konfessionelle Untergruppen geben muss!“

Bereits 36 Organisationen aufgenommen
In den Aufnahmestatuten des 1998 vom Land gegründeten Jugendbeirats spielt Religion keine Rolle. Hingewiesen wird aber darauf, dass eine vorbehaltlose Distanz zu gewalttätigen, fremdenfeindlichen oder rassistischen, sexistischen und diskriminierenden Vorgangsweisen jeder Art ein Aufnahmekriterium ist. Diese Anforderung erfüllten bereits 36 Jugendorganisationen, wie etwa der Alpenverein, die Feuerwehrjugend, die evangelische oder katholische Jugend.

Mario Zeko
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