28.12.2019 09:17 |

Derzeit „willkürlich“

Ludwig weiter für Waffenverbotszone in ganz Wien

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat einmal mehr seine Forderung bekräftigt, das gesamte Stadtgebiet zur Waffenverbotszone zu erklären. Er verstehe nicht, „warum jemand mit einem Messer bewaffnet in der Stadt unterwegs sein muss. Wenn es Waffenverbotszonen gibt, dann wäre ich dafür, dass man das gleich auf die ganze Stadt erstreckt“, sagte Ludwig. Er forderte den Bund auf, dies entsprechend zu ändern.

„Stichproben an Plätzen, aber auch Einkaufszentren haben gezeigt, dass vor allem sehr viele junge Männer mit verschiedenen Waffen unterwegs sind. Das halte ich nicht für ein Mehr an Sicherheit, sondern für eine Sicherheitsgefährdung“, gab Ludwig im Interview mit der APA zu bedenken. Er könne nicht nachvollziehen, warum nur zwei willkürlich ausgewählte Bereiche zu Verbotszonen erklärt wurden.

In Sachen Waffenverbot lag Ludwig bereits vor rund einem Jahr im Clinch mit dem damaligen Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). In Wien wurden gemäß Sicherheitspolizeigesetz nämlich entsprechende Zonen im Bereich Praterstern und an Teilen des Franz-Josef-Kais festgelegt. Ludwig sprach sich damals schon dafür aus, das gesamte Stadtgebiet einzubeziehen.

Polizei darf Personen durchsuchen
Die Polizei darf in den Zonen Personen durchsuchen. Wird jemand erwischt, muss er die Waffen abgeben und bekommt eine Bescheinigung. Außerdem muss er mit einer Verwaltungsstrafe rechnen. Wer Waffen oder ähnliche Gegenstände - also etwa Messer - in Ausübung seines Berufs oder aufgrund einer Bewilligung trägt, ist von dem Verbot ausgenommen. Auch Pfeffersprays zur Selbstverteidigung sind nicht betroffen.

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