27.12.2019 12:41 |

Luftangriffe auf Idlib

Hunderttausende Menschen in Syrien auf der Flucht

Durch die massiven Luftangriffe im Nordwesten Syriens sind nach UNO-Angaben mehr als 235.000 Menschen in die Flucht getrieben worden. Viele Vertriebene benötigten aufgrund des Winters dringend humanitäre Hilfe und Unterkünfte, teilte das UNO-Nothilfebüro (OCHA) am Freitag per Twitter mit. Viele Hilfsorganisationen hätten ihre Arbeit in Teilen der Provinz Idlib aber wegen der Angriffe stoppen müssen.

Die Menschen seien vor allem südlich der Stadt Idlib vertrieben worden, hieß es in einem UNO-Bericht. Demnach fliehen die Menschen in erster Linie Richtung Norden und in Richtung türkischer Grenze. Moscheen, Garagen, Hochzeitshallen und Schulen würden als Behelfsunterkünfte genutzt.

Luftangriffe auf Rebellengebiete verstärkt
Seit Anfang Dezember haben Syrien und Russland ihre Luftangriffe auf die Rebellengebiete in Idlib massiv verstärkt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte angesichts der schweren Angriffe vor einer neuen Migrationswelle in Richtung Europa gewarnt.

Die Militäroperation gegen Rebellen in der Provinz Idlib hatte bereits im April begonnen. Schon in den ersten Monaten nach Beginn der Offensiven mussten schätzungsweise 400.000 Menschen ihre Heimat verlassen. Die Anfang des Monats heftiger gewordenen Angriffe verschärfen die Fluchtsituation noch einmal.

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