16.12.2019 14:21 |

Rettung in Innsbruck

Bauarbeiter zog Eigentümerin aus brennendem Haus

Nach dem Feuerwehr-Großeinsatz am Samstagabend im Innsbrucker Stadtteil Reichenau - die „Krone“ berichtete - waren die Florianijünger am Montag in den frühen Morgenstunden erneut in der Landeshauptstadt gefordert. In einem Einfamilienhaus im Stadtteil Hötting brach in einem Zimmer Feuer aus. Ein aufmerksamer Bauarbeiter (26) schlug sofort Alarm und konnte die bereits durch den Rauch beeinträchtigte Eigentümerin (51) aus dem Gebäude retten. Angezündete Kerzen dürften laut Angaben der Polizei zum Brand geführt haben. 

Sirenengeheul war gegen 6.50 Uhr zu hören. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehren wurde ein zufällig auf einem angrenzenden Grundstück anwesender, 26-jähriger Bauarbeiter auf den Brand aufmerksam und begab sich in das bereits stark verrauchte Gebäude. Dort traf der Einheimische auf die bereits beeinträchtigte 51-jährige Eigentümerin und konnte diese aus dem Gebäude retten. 

Zwei Personen in Klinik eingeliefert
Die Österreicherin, die sich alleine im Gebäude befand, und ein weiterer ebenfalls zu Hilfe kommender 18-Jähriger wurden wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung in die Klinik Innsbruck eingeliefert und dort ambulant behandelt. 20 Mann der Berufsfeuerwehr Innsbruck sowie 28 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Hötting konnten den Zimmerbrand unter dem Einsatz von schwerem Atemschutz erfolgreich eindämmen und ein Übergreifen auf weitere Räumlichkeiten sowie den Dachstuhl verhindern. Gegen 8.55 Uhr konnte schließlich „Brand aus“ gegeben werden.

Vermutlich haben Kerzen den Brand ausgelöst
Im Zuge der Brandursachenermittlung konnte erhoben werden, dass das Feuer im Bereich des Schlafzimmers im Hochparterre ausgebrochen sein dürfte. Nach derzeitigem Ermittlungsstand kann eine technische Ursache für die Brandentstehung ausgeschlossen werden. Eine größere Anzahl an angezündeter Kerzen waren im gesamten Haus auf den unterschiedlichsten Einrichtungsgegenständen abgestellt. Nach Abschluss der Brandursachenermittlungen muss daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einer fahrlässigen Herbeiführung des Feuers ausgegangen werden.

Sachschaden im sechsstelligen Eurobereich
Die Höhe des durch das Feuer entstandenen Sachschadens dürfte im unteren sechsstelligen Eurobereich liegen. Aufgrund der massiven Zerstörung wurde von der Bau- und Feuerpolizei für das Einfamilienhaus ein Benützungsverbot verhängt.

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