15.12.2019 17:03 |

DAÖ nicht „nachhaltig“

Strache gibt Baron Korb: Kein Interesse an Vorsitz

Heinz-Christian Strache lässt sich seine weitere politische Zukunft offen. Den Vorsitz der neu gegründeten Allianz für Österreich (DAÖ) möchte er allerdings nicht übernehmen, betonte Strache bei einer von seiner Frau veranstalteten Charity-Veranstaltung am Sonntag in Wien. „Nein, den Vorsitz der DAÖ kann ich mir nicht vorstellen zu übernehmen“, sagte Strache auf eine entsprechende Journalistenfrage. Das müsse ein anderes, nachhaltigeres Projekt sein, so der frühere Vizekanzler. Weiter wollte er sich zu seiner politischen Zukunft aber nicht äußern: „Jetzt genieße ich die Zeit als Parteifreier, dann werden wir weitersehen.“

Die Gattin des früheren FPÖ-Chefs, Philippa Strache, hat sich nach eigenen Angaben noch nicht mit der Frage befasst, ob sie der DAÖ beitreten möchte. Sie sitzt, weil ebenfalls aus der FPÖ ausgeschlossen, derzeit als „wilde“ Abgeordnete im Nationalrat. Gespräche mit der von drei Wiener FPÖ-Gemeinderatsabgeordneten gegründeten DAÖ habe es noch nicht gegeben, sagte sie. Und: „Momentan fühle ich mich wohl als ,wilde‘ Abgeordnete.“

Eigentlicher Anlass des Auftritts des Ehepaars Strache war eine am Rande des Christkindlmarkts im Alten AKH in Wien organisierte Charity-Veranstaltung der früheren FPÖ-Tierschutzsprecherin („Pfötchenpunsch“). Gekommen waren neben zahlreichen Kamerateams und Fotografen auch einige Dutzend Unterstützer der Straches. Heinz-Christian Strache war am Freitagnachmittag aus der FPÖ ausgeschlossen worden.

DAÖ-Gründer Karl Baron zeigte sich von der Absage Straches für den Parteivorsitz am Sonntag unbeeindruckt. „Dann wird das jemand anderer führen, wichtig ist, dass er Teil des Teams wird und der Spitzenkandidat wird“, sagte Baron bei dem Punsch-Event.

Baron will Strache als „Zugpferd“
Baron zeigte sich „zuversichtlich“, dass der frühere FPÖ-Chef seine Gruppierung bei der Wiener Gemeinderatswahl im kommenden Jahr unterstützen wird. Strache „wäre das ideale Zugpferd“, sagte Baron. Ziel sei es, die FPÖ bei der Wahl zu überflügeln. Ob Strache dazustoße, werde sich im Jänner oder Februar weisen, erwartet Baron. Gespräche mit Strache habe es „selbstverständlich“ bereits gegeben, so Baron. Und aus diesen Gesprächen heraus sei er diesbezüglich zuversichtlich.

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