12.12.2019 16:09 |

Lukrative Abspaltung

Drei abtrünnige FPÖler erhalten eine Million Euro

Zumindest finanziell hat sich die Abspaltung von drei FPÖ-Gemeinderäten ausgezahlt: Die Heinz-Christian-Strache-Unterstützer Karl Baron, Klaus Handler und Dietrich Kops, die sich von der Wiener FPÖ losgesagt und ihren eigenen Klub „Die Allianz für Österreich“ gegründet haben, erhalten 62.200 Euro pro Monat Klubförderung. Aber das ist noch nicht alles.

Hintergrund ist die sehr hoch angesetzte Klubförderung im Wiener Gemeinderat, die so viel Geld vorsieht. Zusätzlich zu den 747.400 Euro im Jahr kommen noch 76.500 Euro pro Quartal für „Ausbildung und Weiterbildung“ hinzu. Der Drei-Personen-Klub ohne Logistik und sehr dünner Personaldecke kommt damit auf 1,052.000 Euro Förderung durch Steuergelder im Jahr. Vermutet wird, dass es sich bei der teuren „Allianz für Österreich“ um Vorbereitungen zu einem Strache-Comeback handelt. 

Wiener FPÖ prophezeit „Scheitern“
Der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp prophezeit den drei abtrünnigen Ex-Blauen im Gegensatz zu Polit-Experte Christoph Haselmayer indes wenig Erfolg. Diese „Flucht nach vorne“ werde „grandios scheitern“, meinte Nepp in einer Facebook-Videobotschaft an „Freunde und Mitstreiter“. Von einer Spaltung der Partei will er nichts wissen.

„Die FPÖ in Wien hat heute keine Spaltung erlebt. Wenn von 34 Abgeordneten drei einen neuen Weg einschlagen, ist das zwar nicht schön, aber unter Spaltung ist etwas anderes zu verstehen“, interpretierte Nepp die jüngsten Ereignisse. Man werde „geschlossen und geeint“ in den Wahlkampf 2020 ziehen.

Ex-FPÖ-Chef Strache rechne wohl selbst mit einem Parteiausschluss und habe deshalb eine eigene gegründet, so Nepp: „Ich verspreche euch, er wird grandios scheitern.“ Die Ausgangslage für die Wien-Wahl im kommenden Jahr werde für die Wiener Blauen zwar nicht einfacher. „Wir sollten jedoch niemals vergessen, dass der Ausgangspunkt der heutigen Probleme nicht im Wiener Landtagsklub oder bei der Wiener FPÖ liegt, sondern der Grundstein im Sommer 2017 in Ibiza gelegt wurde“, teilte Nepp einmal mehr gegen Strache aus.

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